Der Rückbau des alten Betriebshofs in Ravensburg ist weitgehend abgeschlossen. Noch läuft der Abtransport der Abbruchmaterialien, bevor der Neubau des Geländes vorbereitet wird.
Vom ehemaligen städtischen Betriebshof an der Goethestraße ist nichts mehr übrig. Seit Beginn der Arbeiten im Mai wurden sämtliche Gebäude auf dem rund 7.100 Quadratmeter großen Gelände vollständig zurückgebaut. Neben Hallen, Werkstätten, Büros und Sozialräumen wurden auch Keller, Fundamente sowie sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen und Hofflächen entfernt.
Materialabtransport läuft noch
Derzeit wird das angefallene Abbruchmaterial vom Gelände abtransportiert. Anschließend werden die verbliebenen Asphaltflächen sowie die Bodenplatten aus Beton entfernt. Die Arbeiten liegen nach Angaben der Stadt im Zeitplan.
Beim Rückbau fallen große Materialmengen an. Rund 1.700 Tonnen Beton aus Decken, Wänden und Bodenplatten werden teilweise direkt vor Ort aufbereitet und wiederverwendet. Hinzu kommen etwa 900 Tonnen mineralische Baustoffe, 400 Tonnen Asphalt, 300 Tonnen Holz, 50 Tonnen Metall sowie 60 Tonnen sonstige Abfälle.
Fachgerechte Entsorgung belasteter Materialien
Auch schadstoffhaltige Baustoffe mussten fachgerecht entsorgt werden. Insgesamt fielen rund 35 Tonnen Asbestzement und künstliche Mineralfasern an.
Bereits vor Beginn der Arbeiten wurden 30 Analysen potenziell belasteter Bauteile sowie 24 Bodenuntersuchungen durchgeführt. Während des Rückbaus folgten weitere Untersuchungen von Materialien und Bauschutt.
Neubau startet zum Jahreswechsel
Der eigentliche Abriss war nur ein Teil des Projekts. Das Sortieren der unterschiedlichen Baustoffe, deren Dokumentation und die ordnungsgemäße Entsorgung erforderten einen hohen logistischen und technischen Aufwand. Die Kosten für den Rückbau belaufen sich auf rund 400.000 Euro.
Noch in diesem Jahr soll auf dem Gelände die Bodenverbesserung beginnen. Die Hochbauarbeiten für den neuen Betriebshof starten voraussichtlich zum Jahreswechsel zunächst mit den Fundamenten.
Der Gemeinderat hatte das Großprojekt im März dieses Jahres beschlossen. Mit dem Neubau will die Stadt ihre technischen Dienste modernisieren und bessere Arbeitsbedingungen schaffen. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2028 vorgesehen.
(Quelle: Stadt Ravensburg)