30 Jahre OBA – Erster Inklusionstag auf dem Isnyer Marktplatz

30 Jahre OBA – Erster Inklusionstag auf dem Isnyer Marktplatz
Freuen sich auf den Inklusionstag: (von links) Stefan Rimmele, Wolfgang Richard, Johannes Katein, Wolfgang Wahl, Bürgermeister Rainer Magenreuter, Alfred Fischer. (Bild: Stadt Isny/Rau)
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Die Offene Behindertenarbeit Isny (OBA) feiert mit dem ersten Inklusionstag am Freitag, 19. Juli, auch das 30-jährige Bestehen. Nach dem Event auf dem Isnyer Marktplatz, das auch Familienfest sein soll, folgen eine Podiumsdiskussion im Paul-Fagius-Haus und eine Filmvorführung.

Stefan Rimmele, seit Herbst 2023 Vorsitzender der OBA, möchte damit ein ernstes Thema in ungezwungener Atmosphäre dem Menschen nahe- und dabei behinderte und nichtbehinderte Menschen zusammenbringen. Berufliche Inklusion steht als Thema über dem Tag, der nicht zufällig am 19. Juli und damit am ersten Geburtstag des neugestalteten Marktplatzes stattfindet.

„Es ist ziemlich genau 30 Jahre seit dem ersten Kaffeetreff. Wir von der Behindertenarbeit haben uns gefreut, diesen barrierefreien Platz nutzen und hier zusammenkommen zu können“, erklärt Rimmele. Gemeinsam mit seinem kommissarischen Stellvertreter Alfred Fischer hat er ein informatives und „cooles“ Programm zusammengestellt.

Die OBA selbst informiert natürlich über ihre Vereinsarbeit, der sie ein neues Gesicht gibt. Man wolle Netzwerkpartner für berufliche Inklusion sein. Das ist das Herzensthema von Stefan Rimmele. Die EUTB (Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung) ist vor Ort. Sie berät Menschen, die behindert oder von Behinderung bedroht sind. Jeder Mensch habe das Recht, eigenständig in eigener Wohnung mit Betreuung zu leben, das ist ein Anliegen der EUTB. Die Firmen Drescher & Lung, Kempten und Invacare, Isny sind mit einem Rolliparcour vor Ort.

Wolfgang Wahl von Drescher & Lung ist es bei dieser Gelegenheit auch wichtig, für den Fachkräftemangel in der Branche zu sensibilisieren und für die Berufe Rehatechniker und Orthopädietechniker zu werben. „In diesen Berufen lässt sich Handwerkliches mit Sozialem verbinden“, nennt er ein gutes Argument. Hier gibt es auch etwas zum Mitmachen.

Der Isnyer Stadtseniorenrat ist vor Ort und informiert. „Unsere Arbeit überlappt sich mit der OBA und wir kooperieren mit Herz und Gemüt“, betont Stadtseniorenrat Wolfgang Richard. Mit einem Infostand ist selbstverständlich auch das Stephanuswerk beteiligt, für das berufliche Inklusion Teil der täglichen Arbeit ist. „Wir erleben sehr viele positive Momente der Inklusion“, sagt Johannes Katein, der bei der Podiumsdiskussion mit auf der Bühne sitzt. Es gibt ein Kinderprogramm und Bewirtung und zur Unterhaltung spielen „The Road Jackers“, die passend mit dem Song „Morning has broken“ von Cat Stevens eröffnen.

Info: Inklusionstag und Familienfest, Freitag 19. Juli, 10 bis 16 Uhr auf dem Marktplatz Isny, bei schlechtem Wetter im Paul-Fagius-Haus, 2. OG großer Saal ab 11 Uhr; Filmvorführung „Menschsein“, 16 Uhr Paul-Fagius-Haus, 2. OG; Podiumsdiskussion Behinderung und Berufsleben, 18 Uhr, Paul-Fagius-Haus, 2. OG

(Pressemitteilung: Stadt Isny)