„Bleiben Sie hartnäckig“ Die St. Elisabeth-Stiftung hat jetzt einen Gesamtwerkstattrat

Alle Werkstätten und Werkgemeinschaften der St. Elisabeth-Stiftung haben bereits seit vielen Jahren einen Werkstattrat, der sich aus gewählten Vertretern der Beschäftigten zusammensetzt.
Alle Werkstätten und Werkgemeinschaften der St. Elisabeth-Stiftung haben bereits seit vielen Jahren einen Werkstattrat, der sich aus gewählten Vertretern der Beschäftigten zusammensetzt. (Bild: St. Elisabeth-Stiftung)

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Mitbestimmung am Arbeitsplatz ist auch für Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung wichtig. Die Werkstätten und Werkgemeinschaften der St. Elisabeth-Stiftung haben jetzt einen Gesamtwerkstattrat.

„Das ist ein bedeutender Tag für uns“, mit diesen Worten begrüßte Benjamin Straßer, Leiter des Geschäftsbereichs Teilhabe und Inklusion der St. Elisabeth-Stiftung, die Mitglieder des Gesamtwerkstattrates zu ihrer konstituierenden Sitzung. „Ich freue mich darauf, mit Ihnen Themen wie Arbeitsbedingungen, Arbeitszeiten, Vergütung und Qualitätsstandards zu diskutieren.“ Andreas Mahle, Bereichsleitung Teilhabe und Bildung, ergänzte: „Wir sind gemeinsam ein großes Ganzes – ich danke Ihnen dafür, dass Sie bereit sind, sich im Gesamtwerkstattrat zu engagieren. Bleiben Sie hartnäckig.“

Die Werkstätten-Mitwirkungsverordnung (WMVO) regelt, dass die Beschäftigten von Werkstätten das Recht haben, an Entscheidungsprozessen teilzunehmen. Alle Werkstätten und Werkgemeinschaften der St. Elisabeth-Stiftung haben bereits seit vielen Jahren einen Werkstattrat, der sich aus gewählten Vertretern der Beschäftigten zusammensetzt. Die Werkstatträte nehmen direkt Einfluss auf die Gestaltung ihres Arbeitsumfelds und treffen sich dafür regelmäßig.

„Wir haben uns dafür eingesetzt, dass in Heggbach automatisierte Türen eingebaut werden, weil wir so viele Rollstuhlfahrer und Leute mit einer Gehhilfe haben“, nennt Jürgen Stützle ein Beispiel seiner Arbeit im Werkstattrat der WfbM Heggbach. Mit Erfolg: „Im Mai kam die Zusage, dass die neuen Türen eingebaut werden.“

Jürgen Stützle wurde jetzt für die WfbM Heggbach in den neuen Gesamtwerkstattrat entsendet. Zusammen mit ihm sitzen fünf weitere Kollegen aus Ehingen, Laupheim, Biberach-Birkenhard und Bad Buchau in diesem Gremium, das gemeinsame Interessen aller Beschäftigten der Werkstätten und Werkgemeinschaften der St. Elisabeth-Stiftung vertreten wird.

Inhalt der ersten Sitzung waren die Unterzeichnung der Geschäftsordnung des Gesamtwerkstattrates, ein Überblick über die Rechte und Pflichten des Gremiums und die Wahl seiner Führung: Lothar Boss von der Werkgemeinschaft Ehingen wurde zum Vorsitzenden gewählt, Sonja Baisch von der WfbM Biberach zu seiner Stellvertreterin.

Im Bild:

(von links): Andreas Mahle (Bereichsleitung Teilhabe und Bildung im Geschäftsbereich Teilhabe und Inklusion), Joachim Göttle (WG Bad Buchau), Marko Hesse (WfbM Ehingen), Sonja Baisch (WfbM Biberach, stellvertretende Vorsitzende Gesamtwerkstattrat), Benjamin Straßer (Leiter des Geschäftsbereichs Teilhabe und Inklusion der St. Elisabeth-Stiftung), Lothar Boss (WG Ehingen, Vorsitzender Gesamtwerkstattrat), Judith Lautenschläger (WfbM Laupheim), Jürgen Stützle (WfbM Heggbach).

(Pressemitteilung: St. Elisabeth-Stiftung)