Seit Montag gibt es in Bad Waldsee das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) des Oberschwabenklinikverbund (OSK). Kaum waren die Türen geöffnet, wurde der Fachbereich Chirurgie stark frequentiert. Hier wird u.a. die Erstversorgung nach Arbeits- oder Schulunfällen gewährleistet.
Von einem „sehr wichtigen Tag“ sprachen sowohl Bürgermeisterin Monika Ludy aus Sicht der Stadt Bad Waldsee als auch Geschäftsführer Franz Huber aus der Warte der Oberschwabenklinik. Die Eröffnung des Medizinischen Versorgungszentrums der OSK im Krankenhausgebäude war der Start zum Wechsel von der bisherigen stationären Versorgung hin zu einem ausgebauten ambulanten Angebot in Bad Waldsee.
In der Anfangsphase hat das MVZ immer montags bis donnerstags, von 8 bis 16 Uhr sowie am Freitag, von 8 bis 13 Uhr, geöffnet. Anmeldungen von Patienten sind unter der Telefonnummer 07524/997-100 möglich.
„Wir werden hier gebraucht“
Für Dr. Peter Merz und sein Team war die Eröffnung ein Zeichen, dass sie in Bad Waldsee gebraucht wegen. „Ich bin hiergeblieben, weil ich für die Bevölkerung da sein will“, antwortete Dr. Merz auf die Frage, was ihn zum Wechsel vom Krankenhausbetrieb ins neue MVZ bewogen hat.
Seit 2007 arbeitet der gebürtige Ravensburger im Krankenhaus Bad Waldsee. Er kennt die Menschen aus Stadt und Region. Eine umfassende „kleine Chirurgie“ will er künftig für sie anbieten. Dies betrifft auch die Erstversorgung nach Arbeits- oder Schulunfällen. Bedürfen solche Patienten einer weiteren Behandlung oder einer Krankschreibung, muss dies allerdings in einer von den Berufsgenossenschaften zugelassenen Praxis erfolgen.
Nur ein erster Schritt
Bürgermeisterin Ludy betonte, dass der Fachbereich Chirurgie des MVZ nur ein erster Schritt zu neuen ambulanten Versorgungsstrukturen in der Stadt ist. Ludy und OSK-Geschäftsführer Huber hoffen, dass der Zulassungsausschuss demnächst auch einen Sitz für Innere Medizin für das MVZ genehmigt. Zwei Fachärztinnen stehen bereits bereit, auch für die notwendigen Räume ist bereits gesorgt, berichtete Franz Huber. Das Team der Medizinischen Fachangestellten, von denen die Ärzte unterstützt werden, soll von jetzt fünf auf zehn Köpfe wachsen.
Zwei medizinische Einrichtungen im Hause
Mit der urologischen Praxis im Erdgeschoss und der Schmerzambulanz von Dr. Friedemann Reiser arbeiten bereits jetzt zwei medizinische Einrichtungen im Hause. Die Stadt Bad Waldsee strebt gemeinsam mit ihren Partnern an, dort letztlich ein neues und umfassenderes „Primärversorgungszentrum“ einzurichten. Die konzeptionellen Arbeiten dafür laufen. Die Stadt Bad Waldsee lässt zurzeit eine Konzeption für ein umfassenderes „Primärversorgungszentrum“ erarbeiten. Bürgermeisterin Monika Ludy hofft, dass am Ende auch eine „Erweiterte ambulante Versorgung“ möglich sein wird.
(Quelle: OSK)