Beim Picknick im Park (Aulendorf) dürfen sich die Besucher am Sonntag, 20. Juli, auf ein spektakuläres Konzert freuen. Ab 17 Uhr rockt die Franz-Mayer-Experience die Veranstaltung. Bis 20 Uhr steht diese außergewöhnliche Band auf der Bühne. Mit Alexander Köberlein, der Mitbegründer der legendären Formation Schwoißfuaß, gibt ein Schussenrieder eines seiner seltenen Gastspiele Oberschwaben.
Der legendäre „Arsch“
Jedes Jahr erinnern sich die Fans von Schwoißfuaß spätestens bei der SWR-Hitparade an deren größten Hit: Oinr isch emmr dr Arsch! Prompt landet dieser Titel deshalb seit vielen Jahren unter den Top 25 und lässt damit Bands, wie beispielsweise die Beatles und Rolling Stones um Längen hinter sich.
Schon seit Jahrzehnten ist Schwoißfuaß aufgelöst, sie wurde aber von der Band Grachmusikoff, bei der Alexander Köberlein u.a. mit Zwillingsbruder Georg und Hansi Fink (+) spielte, bei den Fans am Leben gehalten. Doch auch für Grachmusikoff fiel vor einigen Jahren im Sudhaus in Tübingen der letzte Vorhang.
Come-Back in der Schleyer-Halle
Doch todgesagte leben länger! Ein grandioses Come-Back startete Alexander Köberlein im Herbst 2023 beim SWR-Hitparadenfinale. In der restlos ausverkauften Hanns-Martin-Schleyer Halle riss er mit der neuen Formation, mit dem legendären „Arsch“, sowie „locomotive press“ von Jethro Tull und Billy Idols „rebel yell“ die Menschen regelrecht von den Sitzen.
Das besondere an den beiden Rock-Klassikern war, dass sie nicht im Original in englischer Sprache, sondern mit eigens dafür umgeschriebenen schwäbischen Texten gesungen wurden. Die Texte waren grandios, der Auftritt spektakulär. Prägend war beispielsweise bei „locomotive press“ der nach Hilfe schreiende Gesang von Köberlein: „Halt dia Dampflok a!“
Welthits wurden den Schwaben geklaut
Das Motto der Band ist sensationell: Etliche Welthits der Rock- und Popgeschichte stammen aus dem Schwäbischen. Im Umkehrschluss steht fest, dass es Stars wie beispielsweise die Stones, Pink Floyd, Deep Purple, Jimmy Hendrix und Co. weder zu Weltruhm noch an die Spitze der Charts geschafft hätten, ohne sich bei den Schwaben zu bedienen. Köberlein formuliert es augenzwinkernd, aber gewohnt deutlich: „Dia hend alles bei uns klaut!“
Die Besucher dürfen sich auf eine außergewöhnliche Band freuen. Dies nicht nur, weil einige Welthits in ihrer ursprünglichen, sprich schwäbischen Fassung, in einer sensationell authentischen Form gespielt werden, sondern weil Köberlein auch eine rhetorische Rakete ist. Als Sänger ist er schon eine Granate und mit seinen einführenden Worten zu den Songs versprüht er auch noch seinen gewaltigen Wortwitz, gepaart mit fast schon philosophischen Ansätzen.
Auf nach Aulendorf!
Das ganze „Oberland“, die Schussenrieder sowieso, müssten sich eigentlich beim Auftritt der Franz-Mayer-Experience auf den Weg nach Aulendorf machen, um den letzten legendären Hero der Rockgeschichte Oberschwabens zu erleben. Eines scheint sicher: „Oinr isch emmr dr Arsch“, ist nahezu tausendprozentig am Start!
Gespielt werden zwei Sets, bei schlechtem Wetter, fällt das Konzert leider aus.