Vortrag am Studienkolleg St. Johann Das „neue“ Rauchen: E-Zigaretten und Vapes im Fokus

Der studierte Sozialarbeiter Christian Sauter betonte in einem packenden Vortrag die Schwierigkeiten und Herausforderungen des „neuen“ Rauchens.
Der studierte Sozialarbeiter Christian Sauter betonte in einem packenden Vortrag die Schwierigkeiten und Herausforderungen des „neuen“ Rauchens. (Bild: Studienkolleg St. Johann)

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In den letzten Jahren hat sich eine neue Form des Rauchens in unserer Gesellschaft etabliert: E-Zigaretten und Vapes. Der vermeintlich gesündere Weg des Rauchens wirft jedoch Fragen auf, insbesondere im Umgang mit dieser Entwicklung in Schulen und Familien. Der studierte Sozialarbeiter Christian Sauter betonte in einem packenden Vortrag die Schwierigkeiten und Herausforderungen des „neuen“ Rauchens.

Was sind E-Zigaretten und Vapes?

E-Zigaretten und Vapes sind elektronische Geräte, die eine nikotinhaltige Flüssigkeit verdampfen und so eine inhalierbare Dampfwolke erzeugen. Anders als herkömmliche Zigaretten produzieren sie keinen Tabakrauch, sondern setzen auf Liquids, die in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und Nikotinstärken erhältlich sind. Geschmacksrichtungen wie „Waldmeister“ oder „Fruchtmix“ sprechen besonders junge Menschen an.

Dieser scheinbare Gesundheitsvorteil und die bunte Auswahl hat dazu geführt, dass E-Zigaretten und Vapes vor allem bei Jugendlichen an Popularität gewonnen haben. Eine äußerst dürftige Studienlage erschweren es, valide Kenntnisse von den tatsächlichen Schäden dieser Art zu rauchen zu erlangen. Fakt ist, dass in E-Zigaretten oftmals Stoffe enthalten sind, die in herkömmlichen Zigaretten verboten sind, weil sie zu gesundheitsschädlich sind.

Umgang in Schulen: Aufklärung und Prävention

Lehrer und Eltern stehen vor der Herausforderung, angemessen auf diese neue Form des Rauchens zu reagieren. Eine umfassende Aufklärung über die Risiken von E-Zigaretten und Vapes ist entscheidend. Schulen sollten Präventionsprogramme implementieren, die Schülern die potenziellen Gefahren sowie die Auswirkungen auf die Gesundheit vermitteln. Hierbei ist es wichtig, nicht nur auf die gesundheitlichen Risiken von Nikotin, sondern auch auf die möglichen langfristigen Auswirkungen des Inhalierens von chemischen Substanzen in den Liquids einzugehen. Saute lobte die Präventionsangebote des Studienkollegs, das mit dem Siegel „Gesunde Schule“ vom Landkreis Ravensburg ausgezeichnet wurde.

Eltern und Lehrer als Vorbilder und Kommunikationspartner

Eltern und Lehrer spielen eine Schlüsselrolle in der Prävention. Es ist wichtig, offene Gespräche über die Risiken von E-Zigaretten und Vapes zu führen und dabei auf eine unterstützende und nicht verurteilende Kommunikation zu setzen. Um besser auf die Fragen und Bedenken der Kinder eingehen zu können, ist es entscheidend, dass sich Eltern wie Lehrer über das Thema informieren.

Insgesamt erfordert der Umgang mit E-Zigaretten und Vapes eine gemeinsame Anstrengung von Schulen, Eltern und Lehrern. Nur durch Aufklärung, Prävention und offene Kommunikation kann sichergestellt werden, dass Jugendliche die Risiken dieser neuen Form des Rauchens verstehen und verantwortungsbewusste Entscheidungen für ihre Gesundheit treffen.

(Quelle: Studienkolleg St. Johann)