Fast 4.500 Unternehmen in Bayerisch-Schwaben bilden derzeit junge Menschen in einem IHK-Beruf aus. Allein im Landkreis Lindau gibt es 169 Ausbildungsbetriebe. Um den Einsatz der Betriebe zu würdigen, erhalten die Unternehmen ein Signet, das sie als anerkannter Ausbildungsbetrieb ausweist. So wie das Unternehmen LEUKA GmbH in Weiler-Simmerberg, bei dem derzeit zwölf Azubis tätig sind.
Bei einem Besuch überreichte IHK-Regionalgeschäftsführerin Annalena Haußer den Ausbildungsaufkleber an die beiden Geschäftsführer Karl-Heinz Leuze und Berthold Zinth sowie Ausbildungsleiter Robert Bauer und Isabell Herrmann (Chief of Staff). Die IHK-Vertreterin würdigte dabei das Engagement des Unternehmens um die duale Ausbildung.
„Die LEUKA GmbH leistet einen wichtigen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes, der dringend auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen ist“, so Haußer. Das Signet der IHK hat dabei einen wichtigen Effekt: Damit kann das Unternehmen als anerkannter Ausbildungsbetrieb junge Talente gezielt auf sich aufmerksam machen.
„Als Ausbildungsbetrieb legen wir besonderen Wert darauf, jungen Menschen nicht nur Fachwissen, sondern auch praktische Fähigkeiten und Werte wie Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein zu vermitteln. Wir sehen die Ausbildung als Investition in die Zukunft – sowohl für unsere Auszubildenden als auch für die Innovationskraft von LEUKA“, sagt Ausbildungsleiter Robert Bauer.
Ausbildungsmarkt wird in Zukunft noch herausfordernder
Die bayerisch-schwäbischen Unternehmen aus Produktion, Handel und Dienstleistungen haben im Ausbildungsjahr 2024 fast 8.500 neue Auszubildende eingestellt. Insgesamt absolvieren derzeit rund 20.000 junge Menschen in der Region eine duale Ausbildung in einem IHK-Beruf. Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt könnte sich in den kommenden Jahren allerdings zuspitzen, wie IHK-Regionalgeschäftsführerin Annalena Haußer erklärt: „Die Unternehmen möchten ausbilden, doch es wird immer schwieriger, Nachwuchs zu finden. Viele Stellen bleiben daher unbesetzt.“
Aufgrund des demographischen Wandels wird die Zahl der Bewerber weiter zurückgehen. Insbesondere im kommenden Jahr, wenn wegen der Umstellung vom acht- auf das neunjährige Gymnasium ein kompletter Abschluss-Jahrgang wegfällt, rechnen Experten mit einem starken Rückgang. „Wir appellieren an die Betriebe, frühzeitig mit dem Azubi-Recruiting zu starten. Die IHK Schwaben unterstützt dabei auf vielfältige Weise“, so Haußer.
(Pressemitteilung: IHK Schwaben)