Kunstmuseum Lindau Großer Erfolg für Sonderausstellung zu Christo und Jeanne-Claude

Großer Erfolg für Sonderausstellung zu Christo und Jeanne-Claude
Rund 40.000 Besucher haben die Sonderausstellung Christo und Jeanne-Claude im Kunstmuseum gesehenen. Ein Erfolg, über den sich die Verantwortliche der Stadt und das gesamte Museumsteam freuen: Vorne im Bild: Dr. Claudia Alfons (), Renate Zückert (Museumskasse), Dr. Sophie Sümmermann (Kuratorin) Alexander Warmbrunn (Kulturamtsleiter). (Bild: Christian Flemming)
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Seit Mitte April war die Sonderausstellung Christo und Jeanne-Claude – Ein Leben für die Kunst im Kunstmuseum Lindau zu sehen. Rund 40.000 Menschen nutzen die Gelegenheit, einzutauchen in das Werk und das Leben des außergewöhnlichen Künstlerehepaares. Nun wird abgebaut. Was bleibt sind begeisterte Rückmeldungen, positive Feedbacks und bei vielen ein neuer Blick auf das Künstlerehepaar.

Ihre Kunstwerke tauchten an den verschiedensten Orten dieser Welt auf: Egal, ob sie den Reichstag hinter Stoffbahnen verbargen, einen kilometerlange Vorhang durch ein Tal in Amerika spannten oder ob der Triumphbogen in Paris nach ihren Plänen verhüllt wurde, die Installationen waren eine Zeit lang präsent und verschwanden dann wieder. Auch in Lindau verschwinden die Kunstwerke, die sechs Monate lang begeistert haben, wieder.

Sie werden in Kisten gepackt und zu ihren Besitzern zurückgeschickt. Ein Großteil geht zurück an die Christo und Jeanne-Claude Foundation, die die Ausstellung maßgeblich unterstützt hat. Einige der besonders wertvollen Originalwerke reisen zurück zu ihren Besitzern und sind sobald sicher nicht mehr für die Öffentlichkeit sichtbar.

Die Ausstellungsmacher ziehen ein rundum positives Resümee: Kuratorin Dr. Sophie Sümmermann ist „glücklich, über den großen Erfolg dieser Ausstellung, denn es ist uns gelungen den Blick der Besucher auf das Werk dieser außergewöhnlichen Künstler zu verändern. Viele konnten ihre künstlerische Vision, ihre unermüdliche Schaffenskraft und den Glauben an ihre Träume in einem völlig neuen Licht sehen und die Bedeutung ihres Werkes auf eine Weise erfassen, die über das reine Staunen hinausgeht.“

Auch Kurator Prof. Dr. Roland Doschka betont: „In der Serie der Ausstellungen zur klassischen Moderne, die ich in der Vergangenheit kuratieren durfte, nimmt die Ausstellung zu Christo und Jeanne-Claude eine Sonderstellung ein, da das Paar hauptsächlich durch seine zeitgenössischen Verhüllungen in der Kunstwelt bekannt geworden ist. Dass es daneben aber ein besonderes virtuoses, zeichnerisches und malerisches Werk gibt, ist wenig bekannt.“

Mit rund 300 Führungen und Workshops ist es gelungen, das Werk von Christo und Jeanne-Claude nahbar und greifbar zu machen. Für die Lindauer Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons ein ganz besonderer Erfolg, denn „dass so viele Schulklassen und Kindergärten aus Lindau, aber auch aus Österreich und der Schweiz zu uns kommen, zeigt dass unser tolles Angebot in der Region etabliert ist und dass sich unser Museum über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht hat.“

Hierzu hat auch die Ausstellung im öffentlichen Raum beigetragen – erstmals waren Teile der Sonderausstellung auch auf der Insel zu sehen – kostenlos und für alle zugänglich. Ein Aspekt, der auch Kulturamtsleiter Alexander Warmbrunn wichtig ist: „Ganz im Sinne von Christo und Jeanne-Claude ist es uns gelungen, Kunst für alle erlebbar zu machen – für unsere Bürger aber auch für unsere Gäste. Dies wird auch in Zukunft unser oberstes Ziel sein, mit der Eröffnung des Cavazzen im Mai 2025 und mit unseren weiteren Sonderausstellungen. Kultur wird immer mehr zu einem wichtigen Standortfaktor in Lindau mit einer internationalen Ausstrahlung.“

(Pressemitteilung: Kulturamt Lindau)