Bürger können teilhaben: Beteiligungsprozess zum Lindauer Zechwald-Areal gestartet

Bürger können teilhaben: Beteiligungsprozess zum Lindauer Zechwald-Areal gestartet
Hat das Potenzial zu einem lebendigen Quartier für unseren ganzen Stadtteil: das Zechwaldareal. (Bild: www.luftaufnahmen.bayern)

Jetzt geht es offiziell los mit der Weiterentwicklung des Zechwald-Areals in Lindau: Der Eigentümer Rhomberg Bau will optimale Lösung für Stadt und Stadtteil entwickeln und ruft nun zur Teilnahme an den Planungsdialogen auf.

Am Donnerstag, 18. April, fand auf dem Gelände der ehemaligen Kunert-Fabrik die Auftaktveranstaltung zum Beteiligungsprozess statt. Mit dabei waren Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons, zahlreiche Stadträte und Vertreter unterschiedlichster Interessensgruppen aus Gesellschaft und Wirtschaft sowie zahlreiche Zecher-Bürger. In den kommenden Monaten will der Eigentümer Rhomberg Bau, „im engen Schulterschluss mit den Verantwortlichen der Stadt und des Stadtteils die Bedarfe und Bedürfnisse für Zech ermitteln“, wie Joachim Nägele, Geschäftsführer Rhomberg Bau Deutschland, das Vorhaben umschrieb.

Dazu rief er alle Anwesenden auf, sich einzubringen und für die Teilnahme am Prozess anzumelden: „Um die optimale Lösung zu finden, brauchen wir die Beiträge aus der Bürgerschaft genauso wie die von Gewerbetreibenden, Unternehmen und weiteren gesellschaftlichen Gruppen.“ Bereits vor den Sommerferien sollen die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses vorliegen.

Lindau-Zach soll lebendiger Stadtteil werden

Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons dankte Rhomberg Bau für die Möglichkeit, „mit Hilfe des Zechwald-Areals das in der Außensicht lange Zeit als benachteiligten Stadtteil wahrgenommene Zech weiter in Richtung eines lebendigen Stadtteils mit hoher Gestaltungsqualität und guten Freiräumen zu entwickeln.“ Zudem äußerte sie die Hoffnung, dass der jetzt gestartete Entwicklungsprozess ein Vorbild für zukünftige, ähnliche Prozesse wird.

Freuten sich bei der Auftaktveranstaltung auf den bevorstehenden Prozess und die Ergebnisse (v. l. n. r.): Manuel Weiner, Projektleiter, und Joachim Nägele, Geschäftsführer bei Rhomberg Bau Deutschland, mit Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons, Bauamtsleiter Kay Koschka, Stadtplanerin Iris Möller sowie Stadtrat Prof. Dr. Ulrich Schöffel.
Freuten sich bei der Auftaktveranstaltung auf den bevorstehenden Prozess und die Ergebnisse (v. l. n. r.): Manuel Weiner, Projektleiter, und Joachim Nägele, Geschäftsführer bei Rhomberg Bau Deutschland, mit Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons, Bauamtsleiter Kay Koschka, Stadtplanerin Iris Möller sowie Stadtrat Prof. Dr. Ulrich Schöffel. (Bild: Rhomberg Bau)

Geschäftsführer Joachim Nägele nahm den Ball auf und dankte der Stadt für die offene Kooperation und die gute Zusammenarbeit. Auf den anstehenden Beteiligungsprozess freue er sich, da sich „uns damit auf den über 30.000 m2 zwischen Bregenzerstraße und Max-Halbe-Weg eine einmalige Gelegenheit bietet für ein zukunftsweisendes, durchmischtes und lebendiges Quartier inmitten des Stadtteils Zech“.

Beteiligungsprozess behandelt vier Hauptthemen

Konkret wird es im Juni insgesamt vier sogenannte Planungsdialoge geben, bei denen sich die Beteiligten zu den Themenkomplexen „Zukunftsperspektiven für Lindau-Zech und eine neue Stadtteilmitte“, „Arbeiten und Gewerbe“, „Leben, Wohnen und Freizeit“ sowie „Gestaltung öffentlicher Raum, Mobilität und Nachhaltigkeit“ austauschen sollen. Neben den Zecherinnen und Zechern sind dazu auch Vertreter vom Treffpunkt, der Stadt, von der Wirtschaft – etwa der IHK oder aktuellen Mieter des Areals – sowie nicht zuletzt auch von Vereinen, sozialen Einrichtungen, der Medizin, Schulen, Kindergarten und Kirchen eingeladen.

Interessierte Bürger können sich bewerben

Dazu läuft aktuell der Bewerbungsprozess: Interessierte Bürger aus Zech können sich über die Webseite noch bis zum 13. Mai 2024 online bewerben, aus allen Anmeldungen werden pro Planungsprozess bis zu 20 Teilnehmende aus der Bürgerschaft ausgelost.

„Dabei achten wir auf eine ausgewogene Mischung, was Haushaltsgrößen und Wohndauer im Zech betrifft“, verspricht Nägele. Zudem werden Vertreter passender Interessensgruppen – für den Dialog zu „Arbeiten und Gewerbe“ etwa Abgesandte der IHK und von Unternehmen – eingeladen, um einen umfassenden Blick zu erhalten. Im Anschluss werden die so gesammelten Bedarfe und Bedürfnisse konkretisiert und konsolidiert sowie in einem Nutzungskonzept bestmöglich zusammengefasst. Das vom Stadtrat beschlossene Konzept dient dann als Grundlage für einen städtebaulichen Wettbewerb.

(Quelle: Rhomberg Bau)