„Sportstadt par excellence“ 50. Sportlerehrung der Stadt Lindau

50. Sportlerehrung der Stadt Lindau
Julia Bek hatte bei der Sportlerehrung allen Grund zur Freude. Mit ihr freuen sich Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons, der erste Vorsitzende des TSV 1850 Lindau, Dominik Moll und Julias Trainer Franz Erben (v.l.n.r.) (Bild: Wilfried Vögel)

Die Stadt Lindau hat in den letzten 50 Jahren 2.806 erfolgreiche Sportler ausgezeichnet. Darunter befanden sich auch einige Welt- und Europameister. Viele davon waren der Einladung der Stadt Lindau am vergangenen Freitagabend zur 50. Auflage der traditionellen Sportlerehrung ins Alte Rathaus gefolgt.

37 neue Medaillenempfänger kamen heuer dazu. Auch ehemalige Welt- und Europameiste sowie Teilnehmer an Olympischen Spielen der letzten 50 Jahre waren eingeladen. Das zeigt eindrücklich: Lindau ist eine „Sportstadt par excellence“.

In ihrer Begrüßung hob Lindaus Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons die Erfolge vieler Lindauer Athleten hervor. Diese herausragenden Leistungen seien nur mit Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und der Leidenschaft für den Sport möglich gewesen.

2.806 Geehrte in 50 Jahren – Botschafter in der ganzen Welt

Seit einem halben Jahrhundert könne die Stadt herausragenden Sportler ehren. 2.806 Sportler seien in diesen 50 Jahren ausgezeichnet worden. Das zeige, was den Sport in Lindau ausmache: Teamgeist, Engagement und eine tiefe Verbundenheit mit dem Sport und der Stadt. Die Geehrten seien ausgezeichnete Botschafter der Inselstadt in aller Welt.

Heuer kämen 37 neue Medaillen dazu. Das zeige eindrucksvoll dass Sport in Lindau eine lange Tradition habe und immer wieder neue Meilensteine gesetzt würden.

Seit einem halben Jahrhundert könne die Stadt herausragenden Sportler ehren. 2.806 Sportler seien in diesen 50 Jahren ausgezeichnet worden.
Seit einem halben Jahrhundert könne die Stadt herausragenden Sportler ehren. 2.806 Sportler seien in diesen 50 Jahren ausgezeichnet worden. (Bild: Wilfried Vögel)

Wer es unter die Top 3 einer Europameisterschaft oder unter die Top 5 einer Weltmeisterschaft geschafft habe, oder gar an Olympischen Spielen teilgenommen hätte, der zeige nicht nur außergewöhnliches Talent sondern auch unermüdlichen Einsatz und Willen. Die Geehrten seien Aushängeschilder für den Sport aber auch für die Stadt. Auch nach Misserfolgen wieder aufzustehen und den Kampf erneut aufzunehmen zeige wahre Größe.

Von 14 bis 91 Jahren – große Vielfalt in den Disziplinen

Der jüngste Geehrte, Ben Bandlow, sei gerade mal 14 Jahre alt, der älteste, Fritz Ilgen, 91 Jahre alt. Ilgen sei außerdem zum 41. Mal dabei. Das sei gelebte Sportgeschichte.

Auch mit 91 Jahren noch fit wie ein Turnschuh: Fritz Ilgen.
Auch mit 91 Jahren noch fit wie ein Turnschuh: Fritz Ilgen. (Bild: Wilfried Vögel)

Die Vielfalt des Sports in Lindau spiegle sich in den Disziplinen wieder: Eishockey bis Judo, Segeln bis Berglauf. Dauergäste seien die Schwimmer des TSV Lindau.

Sport verbinde Generationen, Kulturen und Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebenswelten. Ihr besondere Dank galt all denen, die solche Erfolge erst möglich gemacht hätten: Trainer und Betreuer, Vereinsvorsitzende, aber auch die Familien.

Sie wünschte den Geehrten weiterhin viel Erfolg, Begeisterung und vor allem auch in Zukunft viel Freude am Sport.

Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung

Werner Fehr, Sportkreisvorsitzender, lobte in seinem Grußwort die außergewöhnlichen Leistungen der geehrten Sportlerinnen und Sportler. Er würdigte die Sportlerehrung der Stadt Lindau auch als ein Zeichen großer Wertschätzung und Anerkennung. Beeindruckende Erfolge seien das Ergebnis von Fleiß, Ausdauer und Ehrgeiz. Er dankte auch der Stadt Lindau, die sich seit Jahrzehnten für den Sport einsetze.

37 erfolgreiche Sportler geehrt

Im Anschluss an die Grußworte ehrten Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons, der stellvertretende Landrat, Max Strauß und der Sportbeauftragte des Stadtrates, Uli Gebhard, 37 erfolgreiche Sportler des Jahres 2024 mit einer Medaille.

Viel Beifall gab es für eine atemberaubende, akrobatische Vorführung der Gruppe „Akroloco“ des TV Reutins. Mit ihrer fast schon zirkusreifen Darbietung brachten sie das altehrwürdige Rathaus zum Beben.

Eine zirkusreife Akrobatische Aufführung ließ viele Besucher staunen.
Eine zirkusreife Akrobatische Aufführung ließ viele Besucher staunen. (Bild: Wilfried Vögel)

Welt-, Europa und Deutsche Meister sowie Sportler des Jahres gaben sich ein Stelldichein im Alten Rathaus

Zum 50. Jubiläum hatte sich das Organisationsteam unter der Leitung von Christiane Geiser etwas besonders einfallen lassen. Nicht nur Welt- und Europameister bzw. die Teilnehmer an Olympischen Spielen waren eingeladen. Auch die Sportler des Jahres seit 2012 hatten ihren großen Auftritt. Ebenso die erfolgreichen Faustballerinnen des TSV Lindau, die 1975 bei der ersten Sportlerehrung schon dabei waren.

Drei Namen seien unten den vielen Top-Athleten besonders erwähnt. Fritz Ilgen, der im 91. Lebensjahr vielen Schwimmern mit seinen tollen Erfolgen ein Vorbild ist.

Auch Thomas Brüchle, erfolgreicher Teilnehmer an den Paralympischen Spielen, dürfte auch heute noch so manchen Tischtennisspielern auf zwei gesunden Beinen echte Probleme bereiten.

Dieter Gebhard wurde 1979 nach einer erfolgreichen Sportlerlaufbahn als Hürdenläufer (mehrfacher Deutscher Meister über 110 m Hürden) im Viererbob Weltmeister. Und wieder einmal wurde eindrucksvoll klar: Lindau ist eine Sportstadt par excellence. 

Thomas Brüchle (links) und Dieter Gebhard (rechts) freuen sich über die Auszeichnungen.
Thomas Brüchle (links) und Dieter Gebhard (rechts) freuen sich über die Auszeichnungen. (Bild: Wilfried Vögel)

Die Karatekämpferin Julia Bek ist Lindaus Sportlerin des Jahres 2024

Ein bestens gehütetes Geheimnis wurde danach gelüftet. Julia Bek von der Karate-Abteilung des TSV 1850 Lindau wurde als Sportlerin des Jahres 2024 besonders geehrt. In seiner Laudatio nannte der Vorsitzende des TSV 1850 Lindau, Dominik Moll, Julia Bek nicht nur eine herausragende Sportlerin. Auch ihr vorbildliches Sozialverhalten sei bemerkens- und erwähnenswert.

2018 habe sie die Leitung der Karate-Abteilung übernommen. Neben all ihren sportlichen Erfolgen sei unter ihrer Leitung die Aktion „Karatekas gegen Fremdenhass“ entstanden. Mit ihrem Mut, ihrer Ausdauer und ihrer Leidenschaft sei sie ein Vorbild für viele. Lindau könne stolz auf sie sein. Mit ihrer Begeisterung inspiriere sich immer wieder junge Menschen zu sportlichen Aktivitäten und Höchstleitungen. Bek erreichte bei den Bayerischen Meisterschaften den 1. Platz, bei den Deutschen Meisterschaften den 2. Platz und bei den Europameisterschaften einen ausgezeichneten 3. Platz.

Julia Bek wurde zur Sportlerin des Jahres ausgezeichnet.
Julia Bek wurde zur Sportlerin des Jahres ausgezeichnet. (Bild: Wilfried Vögel)

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Christian Rudolf, Klavier und seinem Schüler Kevin Schöneich, Altflöte, von der Lindauer Musikschule.

Nach dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt hatten alle die Möglichkeit, bei einem Stehempfang in Erinnerungen zu schwelgen und an die zahlreichen Erfolge zu erinnern.