Freie Wege für Alle: Warum Rückschnitt von Anpflanzungen so wichtig ist

Freie Wege für Alle: Warum Rückschnitt von Anpflanzungen so wichtig ist
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Überhängende Äste, Sträucher und andere Anpflanzungen können schnell zur Gefahr werden, wenn sie in öffentliche Straßen oder auf Geh- und Radwege ragen. Sie behindern den fließenden Verkehr, erschweren Fußgängern das Passieren und stellen im schlimmsten Fall eine Gefährdung der allgemeinen Verkehrssicherheit dar.

Grundstückseigentümer sind gesetzlich verpflichtet, Anpflanzungen regelmäßig bis zur Grundstücksgrenze zurückzuschneiden. Diese Maßnahme dient nicht nur der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, sondern schützt auch vor möglichen Schadenersatzforderungen. Wichtig zu wissen: Der Rückschnitt ist nicht nur im Frühling und Sommer relevant. Auch in den Wintermonaten, beispielsweise bei Schneelasten, kann ein Rückschnitt erforderlich sein.

Selbst während der Schnittverbotszeit von März bis September dürfen Verkehrssicherungsmaßnahmen durchgeführt werden – allerdings nur, wenn sie unbedingt notwendig sind und dabei brütende Vögel nicht gestört werden.

Vorgaben: Wie viel Freiraum muss gewährleistet sein?

Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, gelten folgende Lichtraumprofile:

  • Straßen: Anpflanzungen dürfen bis zu einer Höhe von 4,50 m nicht in die Fahrbahn hineinragen.
  • Rad- und Gehwege: Hier muss der Bewuchs bis zu einer Höhe von 2,50 m zurückgeschnitten werden.
  • Straßenlaternen und Verkehrszeichen: Der Bewuchs muss so weit zurückgenommen werden, dass diese jederzeit sichtbar und funktionstüchtig sind.
  • Kreuzungen und Einmündungen: Hecken und Sträucher dürfen hier maximal 0,80 m hoch sein, um eine ausreichende Übersicht zu gewährleisten.
Lichtraumprofile sollten ganzjährig frei bleiben.
Lichtraumprofile sollten ganzjährig frei bleiben. (Quelle: Stadt Konstanz)

Aufruf der Verwaltung: Freihalten – das ganze Jahr über

Die Verwaltung appelliert an alle Grundstückseigentümer, ihrer Verpflichtung nachzukommen und Anpflanzungen rechtzeitig zurückzuschneiden. Nur so können Gehwege, Radwege und Straßen ganzjährig sicher genutzt werden. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Anpflanzungen keine Hindernisse darstellen – für eine sichere und freie Nutzung des öffentlichen Raums!

(Quelle Stadt Konstanz)