Gefahrstoffeinsatz Chlorgas im Klinikum Konstanz: Person muss behandelt werden

Chlorgas im Klinikum Konstanz: Person muss behandelt werden
Die Feuerwehr Konstanz war mit zahlreichen Einsatzkräften am Klinikum im Einsatz, nachdem in einem Kellerbereich eine erhöhte Konzentration von Chlorgas festgestellt worden war. (Bild: Feuerwehr Konstanz)
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Im Klinikum Konstanz haben sich am Donnerstagmorgen reizende Dämpfe mit Chlorgas entwickelt. Eine Person erlitt Atemwegs- und Augenreizungen und kam in die Notaufnahme.

Zwei miteinander vermischte Reinigungsmittel lösten den Gefahrstoffeinsatz in einem Funktionsgebäude des Klinikums aus. Der Klinikbetrieb blieb während der gesamten Maßnahmen uneingeschränkt, für Patienten bestand nach Angaben der Feuerwehr zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr.

Chemischer Geruch deutlich wahrnehmbar

Am Donnerstag, 10. September, wurde die Hauptamtliche Wache um 7.15 Uhr wegen eines unklaren Geruchs zu dem Gebäude in der Mainaustraße alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war ein chemischer Geruch deutlich wahrnehmbar.

Bei der Erkundung stellte sich heraus, dass zwei Reinigungsmittel miteinander vermischt worden waren. Dadurch hatten sich in einem Kellerbereich reizende Dämpfe entwickelt. Dort wurde eine erhöhte Konzentration von Chlorgas festgestellt.

Eine Person, die zum Zeitpunkt des Ereignisses in dem betroffenen Raum arbeitete, klagte über Reizungen der Atemwege und Augen. Sie wurde zur weiteren medizinischen Behandlung in die Notaufnahme des Klinikums gebracht.

Einsatzkräfte der Feuerwehr Konstanz arbeiteten in Chemikalienschutzanzügen im betroffenen Bereich des Klinikums.
Einsatzkräfte der Feuerwehr Konstanz arbeiteten in Chemikalienschutzanzügen im betroffenen Bereich des Klinikums. (Bild: Feuerwehr Konstanz)

Feuerwehr erhöht Alarmstufe

Zur weiteren Erkundung und Beurteilung der Lage wurde die Gefahrstoffeinheit der Feuerwehr Konstanz nachalarmiert und die Alarmstufe auf G3 erhöht.

Einsatzkräfte unter Atemschutz und in Chemikalienschutzanzügen nahmen die ausgetretene Flüssigkeit sowie die betroffenen Kanister auf und brachten sie aus dem Kellerbereich ins Freie. Anschließend wurde der betroffene Raum intensiv gereinigt und belüftet.

Nach rund viereinhalb Stunden konnte die Feuerwehr den Einsatz beenden. Der Klinikbetrieb war während der gesamten Einsatzmaßnahmen nicht eingeschränkt. Eine Gefahr für die Patienten bestand zu keinem Zeitpunkt.

(Quelle: Feuerwehr Konstanz)