Bundespolizei Konstanz findet geschleuste Jugendliche in LKW vor

Bundespolizei Konstanz findet geschleuste Jugendliche in LKW vor
Polizist bei einer Verkehrskontrolle // Symbolbild. (Bild: huettenhoelscher/ iStock / Getty Images Plus)

Nach Hinweis eines serbischen Lastwagenfahrers am Montag haben Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Konstanz am Grenzübergang Bietingen/Thayngen auf der Ladefläche eines Aufliegers drei mutmaßlich geschleuste Jugendliche entdeckt.

Am Montagmittag verständigte der 39-jährige Fahrer eines serbischen LKW die Polizei. Zuvor war der Mann während seiner Pause vor der beabsichtigten Ausreise in die Schweiz durch einen Zeugen geweckt worden, der winkende Hände und Hilferufe von der Ladefläche vernommen hatte. Im Beisein der Bundespolizisten öffnete der Fahrer wenig später den heckseits verplompten Auflieger.

Minderjährige ohne Ausweisdokumente

Im Innenraum stießen die Beamten auf drei männliche Jugendliche ohne Ausweisdokumente. Ersten Informationen zufolge sollen die Minderjährigen mit Unterstützung einer bisher unbekannten Person auf der Fahrt von Serbien über Kroatien, Slowenien und Österreich auf einem Parkplatz die Ladefläche betreten haben. Der genaue Zustiegsort ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

Junge Männer sind wohlauf

Die afghanischen Staatsangehörigen im Alter von 14 und 17 Jahren waren in einem den Umständen entsprechend guten gesundheitlichen Zustand und äußerten unmittelbar ein Schutzersuchen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Teenager an das zuständige Jugendamt übergeben. Der Fahrer des Lastwagens konnte seine Fahrt in die Schweiz fortsetzen.

Die Bundespolizeiinspektion Konstanz ermittelt nun zu Tathergang, Hintergründen der mutmaßlichen Schleusung sowie zum Verdacht der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthalts in drei Fällen.

(Quelle: Bundespolizeiinspektion Konstanz)