Asiatische Hornisse: Nestersuche in der Region Tägermoos

Die rasche Beseitigung des Nestes soll eine weitere Ausbreitung der Asiatischen Hornisse möglichst effizient verhindern.
Die rasche Beseitigung des Nestes soll eine weitere Ausbreitung der Asiatischen Hornisse möglichst effizient verhindern. (Bild: picture alliance/dpa | Axel Heimken)

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Um dem stark erhöhten Druck von Asiatischen Hornissen auf mehrere Bienenstände in der Region Tägerwilen rasch entgegenzuwirken, plant der Kanton Thurgau (Departement für Bau und Umwelt) in Kooperation mit der Nationalen Task Force der Schweiz und in Abstimmung mit der Stadtverwaltung Konstanz einen Einsatz für die Nestersuche und deren Bekämpfung im Tägermoos.

Das Schweizer Einsatz-Team umfasst Fachexperten, Mitglieder der Kantonalen Behörde sowie speziell ausgebildete Imker. Um das Nest lokalisieren zu können, werden in der kommenden Woche diverse Exemplare der Asiatischen Hornisse bei unterschiedlichen Bienenständen vor Ort eingefangen.

Per Rückverfolgung versucht das Team dann, das Nest zu lokalisieren. Sollte sich dieses in großer Höhe oder in schwer zugänglichem Gelände befinden, können die Fachleute eine kleinere Drohne einsetzen.

Ist das Nest lokalisiert, wird es in einem zweiten Schritt an den Folgetagen mit Unterstützung von Fachspezialisten mechanisch entfernt und entsorgt. Insektizide werden dafür nicht eingesetzt. Die rasche Beseitigung des Nestes soll eine weitere Ausbreitung der Asiatischen Hornisse möglichst effizient verhindern.

Invasive Art gefährdet biologische Vielfalt

Die Europäische Union hat die Asiatische Hornisse als invasive Art eingestuft, die zur Gefährdung der biologischen Vielfalt beiträgt und gemeldet sowie bekämpft werden soll. Im Gebiet des Landesverbandes Badischer Imker beklagen Obstbauern erste Ernteschäden aufgrund der Populationen.

Die Hornissen sind als Insektenfresser eine Bedrohung für die heimische Artenvielfalt. Sie ist kleiner und dunkler als die Europäische Hornisse. Ihre Nester, die vorwiegend in Baumkronen, aber auch in niedrigeren Gehölzen angelegt werden, können aus mehreren tausend Tieren bestehen.

Für den Menschen sind sie nicht gefährlicher einzustufen als andere Wespen. Angriffe einzelner Tiere sind selten, sofern man sich jedoch ihrem Nest nähert, ist mit Angriffen mehrerer Hornissen zu rechnen.

(Pressemitteilung: Stadt Konstanz)