Bischof Klaus Krämer hat am Montag die Stiftung Liebenau besucht. Im Mittelpunkt standen soziale Herausforderungen sowie Einblicke in die Pflege und Hospizarbeit.
Der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Dr. Klaus Krämer, war am 12. Oktober gemeinsam mit Caritasdirektorin Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock zu Gast bei der Stiftung Liebenau. Während des ganztägigen Besuchs in Meckenbeuren und Friedrichshafen informierten sich beide über die verschiedenen Tätigkeitsfelder der Stiftung und tauschten sich über aktuelle und künftige Herausforderungen sozialer Arbeit aus.
Steigende Kosten und Fachkräftemangel als Herausforderungen
Nach einer Vorstellung des Liebenauer Stiftungsverbundes kamen die Gäste mit den Aufsichtsräten Dr. Joachim Senn, Paul Locherer, Sr. M. Birgit Reutemann und Pfarrer Sigmund F. J. Schänzle sowie den Vorständen Dr. Berthold Broll und Dr. Markus Nachbaur ins Gespräch.
Im Mittelpunkt standen die steigenden Kosten, der Fachkräftemangel und die wachsenden Anforderungen an die Finanzierung und Weiterentwicklung sozialer Angebote. Diskutiert wurde auch, wie soziale Arbeit langfristig verlässlich gestaltet und die Unterstützung von Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen gesichert werden kann.
Alfons Ummenhofer, Geschäftsführer der Liebenau Kliniken und der Liebenau Teilhabe, stellte zudem die Hilfen für Menschen mit Behinderungen vor. Dabei erläuterte er den Ansatz, die individuellen Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und verschiedene Fachrichtungen eng miteinander zu vernetzen.
Austausch mit internationalen Pflege-Auszubildenden
Eine weitere Station war das Franziskuszentrum in Friedrichshafen. Dort erhielt Bischof Krämer Einblicke in die Pflege und sprach mit jungen Auszubildenden von den Philippinen.
Die Stiftung Liebenau bereitet die jungen Menschen gemeinsam mit dem „Kressbronn-Toril-Education-Program“ bereits in ihrem Heimatland auf ihre Ausbildung in Deutschland vor. Dazu gehören Deutschunterricht und eine kulturelle Vorbereitung. Ihre Ausbildung absolvieren alle im Franziskuszentrum.
Frank Moscherosch vom Internationalen Recruiting berichtete über die Schwierigkeiten, die internationale Pflegekräfte vor ihrer Einreise nach Deutschland bewältigen müssen. Besonders langwierige bürokratische Verfahren stellen dabei eine Herausforderung dar.
Bischof Krämer interessierte sich außerdem für die persönlichen Erfahrungen der Auszubildenden. Er fragte nach Schwierigkeiten beim Start in Deutschland, aber auch nach positiven Erlebnissen.
Besuch im Hospiz des Franziskuszentrums
Zum Abschluss besichtigte der Bischof das Hospiz im Franziskuszentrum. Hospizleiterin Lea Egelkamp gab ihm Einblicke in den Alltag und die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen.
Besonders beeindruckt zeigte sich Krämer von den Übernachtungsmöglichkeiten für Angehörige. Diese können direkt im Zimmer bleiben und ihren Angehörigen auch in der letzten Lebensphase räumlich nahe sein.
Am Ende seines Besuchs bedankte sich der Bischof bei den Mitarbeitenden der Stiftung Liebenau für ihren Einsatz in den verschiedenen Bereichen sozialer Arbeit und brachte seine Wertschätzung für deren Engagement zum Ausdruck.
(Quelle: Stiftung Liebenau)