Nächtlicher Bahnunfall Zug kollidiert mit Bootsanhänger bei Friedrichshafen

Zug kollidiert mit Bootsanhänger bei Friedrichshafen
Kurz nach der Abfahrt aus dem Bahnhof Friedrichshafen Ost kollidierte ein Regionalexpress mit einem auf den Gleisen stehenden Bootsanhänger. Verletzt wurde niemand, die Bundespolizei ermittelt zur Ursache. (Bild: Reinert / swd-medien)

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Aktualisierung – Regionalzug erfasst Bootsanhänger

Im Fall des durch einen Regionalexpress erfassten Bootsanhängers vom 3. Januar 2026 in Friedrichshafen, ermittelt die Bundespolizei wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Die Auswertung der Spurenlage und der Örtlichkeit des Zusammenpralls lassen darauf schließen, dass der Anhänger nicht ohne menschliches Zutun auf das Gleis geraten konnte. Vielmehr ist davon auszugehen, dass eine erhebliche Anstrengung von Nöten gewesen ist, um den ordnungsgemäß abgestellten und gesicherten Anhänger dorthin zu bewegen.

Am 3. Januar um kurz nach 23:00 Uhr erfasste der Zug nach Ausfahrt aus dem Bahnhaltepunkt Friedrichshafen Ost einen auf dem Gleis stehenden Bootsanhänger. Eine Schnellbremsung konnte den Zusammenstoß nicht verhindern. Bei dem Vorfall kamen keine Personen zu Schaden, jedoch musste der unter dem Zug verkeilte Anhänger durch die Feuerwehr herausgeschnitten werden.

Die Täterschaft ist bislang unbekannt. Die Ermittlungen der Bundespolizeiinspektion Konstanz dauern an.


Kurz nach der Abfahrt aus dem Bahnhof Friedrichshafen Ost kollidierte ein Regionalexpress mit einem auf den Gleisen stehenden Bootsanhänger. Verletzt wurde niemand, die Bundespolizei ermittelt zur Ursache.

Bootsanhänger auf freier Strecke

Kurz nach 23:00 Uhr am vergangenen Samstag kollidierte bei Friedrichshafen ein Regionalexpress mit einem auf dem Gleis stehenden Bootsanhänger.

Der Triebfahrzeugführer des RE erkannte kurz nach der Ausfahrt aus dem Bahnhof Friedrichshafen Ost in Richtung Lindau einen Gegenstand auf dem Gleis und leitete umgehend eine Schnellbremsung des bereits mit rund 110 km/h fahrenden Zuges ein. Ein Zusammenstoß mit dem leeren Anhänger konnte jedoch nicht mehr verhindert werden.

Aufwendige Bergung durch die Feuerwehr

Kräfte der Feuerwehr mussten den unter dem Triebwagen verkeilten Bootsanhänger herausschneiden. Der Regionalexpress konnte anschließend zu einem späteren Zeitpunkt in eine Wartungshalle gefahren werden.

Keine Verletzten – Strecke mehrere Stunden gesperrt

Von den 24 Reisenden sowie dem Zugpersonal wurde niemand verletzt. Alle Fahrgäste wurden aus dem Zug gebracht und mit einem von der Bahn bereitgestellten Bus weiterbefördert.

Die eingleisige Strecke war für die Dauer der Maßnahmen bis 02:48 Uhr am Morgen des 4. Januar gesperrt. Neben Bundes- und Landespolizei waren Feuerwehr, Rettungsdienst und Mitarbeitende der Bahn im Einsatz. Zur Fertigung von Übersichtsaufnahmen kam auch ein Hubschrauber der Bundespolizei zum Einsatz.

Bundespolizei ermittelt – Zeugen gesucht

Die Bundespolizeiinspektion Konstanz ermittelt nun, wie der Bootsanhänger auf die freie Strecke gelangen konnte und ob die Kollision möglicherweise mutwillig herbeigeführt wurde.

Zeugen, die Hinweise zum Unfallhergang geben können, werden gebeten, sich bei der Bundespolizeiinspektion Konstanz unter 07531 / 12880 oder über die kostenfreie Servicehotline 0800 / 6888000 zu melden.