Halbjahreszahlen vorgelegt ZF steigert in Friedrichshafen Profitabilität im ersten Halbjahr 2026

ZF steigert in Friedrichshafen Profitabilität im ersten Halbjahr 2026
ZF-Finanzvorstand Michael Frick (Bild: ZF)
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ZF verbessert im ersten Halbjahr 2026 die Profitabilität und erhöht die bereinigte EBIT-Marge auf 5,0 Prozent. Trotz leicht rückläufigem Umsatz hält der Technologiekonzern an seiner Jahresprognose fest.

Die ZF Friedrichshafen AG hat ihre Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2026 vorgestellt und dabei eine verbesserte Profitabilität erzielt. Die bereinigte EBIT-Marge stieg von 4,3 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 5,0 Prozent. Das bereinigte EBIT erhöhte sich von 853 Millionen auf 964 Millionen Euro. Der Umsatz ging nominell von 19,7 Milliarden auf 19,3 Milliarden Euro zurück. Organisch legte der Umsatz trotz des weiterhin schwierigen Marktumfelds um 0,5 Prozent zu. Der bereinigte Free Cashflow verbesserte sich um 524 Millionen auf 989 Millionen Euro.

„Kostendisziplin sowie die Konzentration auf eine verbesserte operative Performance und wertschöpfende Produkte beginnen zu wirken“, sagte der ZF-Vorstandsvorsitzende Mathias Miedreich am Donnerstag in Friedrichshafen. „Der Weg bleibt anspruchsvoll, doch jeder Schritt baut Altlasten ab und erweitert unseren Handlungsspielraum.“

Höhere Profitabilität und geringere Investitionen

Von Januar bis Ende Juni 2026 erwirtschaftete ZF einen Umsatz von 19,3 Milliarden Euro. Bereinigt um Wechselkurs- und M&A-Effekte lag der Umsatz leicht über dem Vorjahresniveau. Die bereinigte EBIT-Marge erreichte 5,0 Prozent, der bereinigte Free Cashflow 989 Millionen Euro.

Nach Angaben des Unternehmens trugen vor allem die höhere Profitabilität und ein weiterhin disziplinierter Investitionsansatz zur positiven Entwicklung des Cashflows bei. „Beides hat unsere Fähigkeit zur Cash-Generierung weiter gestärkt“, sagte Finanzvorstand Michael Frick. Vorübergehend belastet wurde die Entwicklung durch Auszahlungen aus bereits gebildeten Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen. Diese seien höher ausgefallen als im Vorjahr, gehörten jedoch zur langfristigen Transformation des Unternehmens.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung gingen um rund sieben Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zurück. Die Investitionen in Sachanlagen sanken um rund 19 Prozent auf 600 Millionen Euro.

Weniger Beschäftigte und stabile Liquidität

Zum 30. Juni 2026 beliefen sich die Nettoverbindlichkeiten auf rund 9,8 Milliarden Euro. Der Leverage sank gegenüber dem Jahresende 2025 von 2,98 auf 2,75. Der Liquiditätsspielraum liegt laut Unternehmen bei mehr als sieben Milliarden Euro. Darin enthalten ist auch eine bislang nicht genutzte revolvierende Kreditlinie in Höhe von 3,5 Milliarden Euro mit einer Laufzeit bis 2029.

Weltweit beschäftigte ZF zum Stichtag 149.675 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das sind gut zwei Prozent weniger als Ende 2025. In Deutschland sank die Beschäftigtenzahl im selben Zeitraum von 49.210 auf 47.068 und damit um mehr als vier Prozent.

ZF hält an Jahresprognose fest

Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt ZF seine Prognose. Das Unternehmen rechnet weiterhin mit einem Umsatz von mehr als 38 Milliarden Euro. Auch die bereinigte EBIT-Marge sieht Finanzvorstand Michael Frick mit aktuell 5,0 Prozent am oberen Ende der prognostizierten Bandbreite von 4,0 bis 5,0 Prozent.

„Das zeigt“, betonte Frick, „dass unser Performance-Programm zunehmend Wirkung entfaltet. Zusammen mit einem disziplinierten Kostenmanagement und den bereits eingeleiteten strukturellen Maßnahmen gibt uns das eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung im Jahresverlauf.“ Auch beim bereinigten Free Cashflow sei ZF zuversichtlich, das Ziel von mehr als einer Milliarde Euro im Gesamtjahr zu erreichen.

Gleichzeitig verwies Frick auf das weiterhin volatile Marktumfeld, das insbesondere von geopolitischen Spannungen geprägt sei. Die wirtschaftlichen Auswirkungen ließen sich derzeit noch nicht abschließend beurteilen. Zudem blieben Verbesserungen der Standortbedingungen in Deutschland und Europa bislang aus. Für die Automobilindustrie bedeute dies weiterhin ein anspruchsvolles Umfeld, das eine konsequente Ausrichtung auf Performance und Wettbewerbsfähigkeit erfordere.

(Quelle: ZF)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.