Stabwechsel im Präsidium der Bodensee-Stiftung

Stabwechsel im Präsidium der Bodensee-Stiftung
Die Präsidiumskollegen und die Geschäftsführung der Bodensee-Stiftung dankten Hildegard Breiner für die sowohl langjährige wie engagierte Zusammenarbeit im Präsidium (von links): Thomas Giesinger (BUND), Jost Rüegg (WWF), Jörg Dürr-Pucher (DUH), Volker Kromrey (Geschäftsführer Bodensee-Stiftung), Manfred Melchhammer (ÖNB), Markus Bürgisser (Pro Natura Schweiz), Dr. Wolfgang Fiedler (NABU), Patrick Trötschler (Geschäftsführer Bodensee-Stiftung). (Bild: Bodensee-Stiftung/ Anja Wischer)

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Grenzüberschreitender Umwelt- und Naturschutz ein „Herzensanliegen“. Manfred Melchhammer folgt als Vertreter des Österreichischen Naturschutzbundes. Sechs Naturschutzorganisationen der Bodensee-Anrainerstaaten sind im Präsidium vertreten.

Vor 30 Jahren wurde die Bodensee-Stiftung von sechs Umweltschutzorganisationen aus den Bodensee-Anrainerstaaten gegründet. 29 Jahre davon, seit 1995, begleitete und prägte Hildegard Breiner als Vertreterin des Österreichischen Naturschutzbundes (ÖNB) im Präsidium die Organisation. Nun übergab die 88-jährige Vorarlbergerin den Stab an Manfred Melchhammer. Der Staatsanwalt wird den ÖNB künftig in dem Gremium vertreten.

Unermüdlicher Einsatz für Umwelt- und Naturschutz

Hildegard Breiner ist weit über die Grenzen von Vorarlberg für ihren unermüdlichen Einsatz für Umwelt- und Naturschutz und vor allem für erneuerbare Energien bekannt. Dieses Engagement brachte sie auch in die Arbeit im Präsidium ein. „Wir danken Dir für Deine große Tatkraft und Deine charmante Hartnäckigkeit, für Deine Überzeugung einzutreten“, sagte Jörg Dürr-Pucher, Präsident der Bodensee-Stiftung zu ihrem Abschied.

Stets sei es ihr ein Herzensanliegen gewesen, den grenzüberschreitenden Umwelt- und Naturschutz rund um den Bodensee voranzutreiben, hob Dürr-Pucher hervor. Darin liegt für Hildegard Breiner im Rückblick allerdings auch ein Wermutstropfen: „Die gesetzlichen Rahmenbedingungen unterscheiden sich oft stark und machen gemeinsame Aktivitäten nicht einfacher“, sagt sie im Rückblick. Oft habe dann jedoch ihr diplomatisches Geschick Türen öffnen können, betonte der Präsident der Bodensee-Stiftung.

Mit großer Freude blicke sie auf die Weiterentwicklung und das Wachstum der Bodensee-Stiftung, sagte Hildegard Breiner. Aktuell sind 20 Experten aus unterschiedlichen Fachdisziplinen bei der Organisation angestellt. Sie erarbeiten mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Fachverwaltungen und Kommunen übertragbare und skalierbare Lösungen für den Schutz von Umwelt, Klima und Natur – regional, national und international. Die Organisation finanziert sich über das erfolgreiche Einwerben von Projektmitteln überwiegend von öffentlichen, zum Teil aus privaten Einrichtungen.

Auch der Themenschwerpunkt von Hildegard Breiner, der Einsatz für erneuerbare Energien, spiegelt sich in den Aktivitäten der Stiftung. So war die Organisation unter anderem Projektpartner in der „Bioenergieregion Bodensee“, die regionale Bioenergiepotenziale erweiterte, so dass sich heute zahlreiche Bioenergiedörfer in der Bodenseeregion finden. Sie war Mitinitiatorin der Solaroffensive am Bodensee, aus der die Idee für PV-Netzwerke in Baden-Württemberg entstanden ist. Und sie hat in internationalen Projekten Impulse zum Beispiel bei der Etablierung von Bürgerenergieprojekten gegeben.

Daneben ist die Bodensee-Stiftung in den Themenfeldern „Landwirtschaft und Lebensmittel“, „Natur- und Gewässerschutz“ sowie „Unternehmen und biologische Vielfalt“ aktiv. In Vorarlberg arbeitet sie aktuell zum Beispiel im Projekt „Zukunftsgrün“ mit dem Energieinstitut Vorarlberg, der baubook GmbH und der Pulswerk GmbH zusammen. Ziel des Projekts Zukunftsgrün ist es, Lösungen für die Zukunftsfähigkeit von Siedlungsräumen zu entwickeln und in die breite Anwendung zu bringen, die Synergien zwischen Klimaschutz, Schutz der biologischen Vielfalt und Anpassung an die Folgen des Klimawandels schaffen.

Manfred Melchhammer hat die Anfrage für das Engagement im Präsidium der Bodensee-Stiftung gerne angenommen. „Die Aufgabe hat mich gereizt, weil sie mir die Chance bietet, im Interesse aller Generationen an der bestmöglichen Erhaltung unserer Umwelt mitzuarbeiten“, sagt der Jurist, der in Feldkirch als Staatsanwalt wirkt. Im Österreichischen Naturschutzbund ist er Mitglied des Vorstands in Vorarlberg. Unter anderem engagierte er sich besonders stark im Klimavolksbegehren.

Das Präsidium der Bodensee-Stiftung

Im Präsidium sind die Gründungsorganisationen vertreten: Österreichischer Naturschutzbund (ÖNB) mit Manfred Melchhammer, World Wide Fund for Nature Schweiz (WWF) mit Jost Rüegg, Pro Natura Schweiz mit Markus Bürgisser, Naturschutzbund Deutschland (NABU) mit Dr. Wolfgang Fiedler, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit Thomas Giesinger und Deutsche Umwelthilfe (DUH) mit Jörg Dürr-Pucher.

(Pressemitteilung: Bodensee-Stiftung)