Silvester feiern ohne Blaulicht – So bleibt die Party unfallfrei

Silvester feiern ohne Blaulicht – So bleibt die Party unfallfrei
Die große Party zum Jahresende steht bevor. Die gute Laune ist jedoch verflogen, sobald ein Unfall passiert // Symbolbild. (Bild: InfinitumProdux/ iStock / Getty Images Plus)

Silvester feiern sollte Spaß machen – Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr oder gar den Rettungsdienst möchte man nicht unbedingt auf seiner Party begrüßen müssen. Damit das neue Jahr ganz ohne Blaulicht und Martinshorn eingeläutet werden kann, geben das Ordnungsamt und die Feuerwehren des Bodenseekreises einige wichtige Hinweise.

Die Brand- und Verletzungsgefahr durch Böller und Raketen darf nicht unterschätzt werden. Zudem gilt: Rücksicht auf Mitmenschen und Tiere zu nehmen.

Bevor die Lunte also angezündet wird, gibt es einige gesetzliche Regelungen, die es zu beachten gilt:

Gesetzliche Vorgaben für Feuerwerkskörper

  • Es dürfen nur Feuerwerkskörper abgebrannt werden, die das CE-Zeichen tragen.
  • Feuerwerkskörper der Kategorie F 2 dürfen nur von Personen abgebrannt werden, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.
  • Das Abbrennen von Raketen und Böllern ist nur zwischen dem 31. Dezember, 0 Uhr bis zum 1. Januar, 24 Uhr erlaubt. Außerhalb der zugelassenen Zeit stört und erschreckt die Knallerei unbeteiligte Dritte kann – wie alle Verstöße gegen diese Vorschriften – mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.
  • Feuerwerkskörper dürfen nicht in Richtung von Personen oder brennbaren Gegenständen, Gebäuden oder Buschwerk und Wäldern abgefeuert werden.
  • Das Abbrennen von Pyrotechnik in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden, beispielsweise Fachwerkhäusern, ist verboten.
  • Die Gemeinden können weitere Abbrennverbote erlassen. Meist ist dies in historischen Altstädten der Fall. Um sicher zu gehen lohnt es sich, vorab bei den Städten und Gemeinden nachzuhaken.

Darüber hinaus bittet das Landratsamt Bodenseekreis darum, Feuerwerkskörper aus Rücksicht auf die Tiere nicht in unmittelbarer Nähe von Ställen oder Koppeln zu zünden.

Unnötige Brände und Unfälle vermeiden

Feuerwerkskörper sind Sprengstoff. Jedes Jahr nehmen Menschen das auf die leichte Schulter und es kommt zu Unfällen. Denn die Böller und Raketen können schwere Brände auslösen und für gefährliche Verletzungen sorgen: Hände, Augen und Ohren sind besonders gefährdet. Die Feuerwehren des Bodenseekreises raten daher, folgende Grundregeln zu beachten:

  • Die Hinweise der Hersteller sind unbedingt zu befolgen. Mit wenigen Ausnahmen ist eine Verwendung von Feuerwerkskörpern in geschlossenen Räumen verboten.
  • Auf keinen Fall Feuerwerkskörper selber herstellen oder illegal aus dem Ausland einführen.
  • Böller, Raketen & Co. niemals am Körper tragen, etwa in Jacken- oder Hosentaschen. Diese nur so aufbewahren, dass keine Selbstentzündung möglich ist.
  • Raketen bei stärkerem Wind oder Windböen nicht abfeuern.
  • Feuerwerkskörper und Raketen nicht unkontrolliert wegwerfen. Nach dem Anzünden ausreichenden Sicherheitsabstand einnehmen.
  • Für den Notfall Löschmittel, beispielsweise einen Eimer Wasser oder Feuerlöscher, bereitstellen.
  • Nicht gezündete Feuerwerkskörper niemals nachzünden und mit Wasser unbrauchbar machen.
  • Vor Silvester brennbare Gegenstände am Haus, auf dem Balkon und Terrasse entsorgen oder ins Haus bringen.
  • Fenster während der Knallerei schließen.

Wer verantwortungsvoll und vorausschauend mit Feuerwerkskörpern umgeht, kann die Silvestersause in vollen Zügen genießen und unfallfrei ins neue Jahr starten.

Sollte doch etwas passieren, ist die europaweite Notrufnummer 112 die richtige Wahl.

(Quelle: Landratsamt Bodenseekreis)