Blutkrebs-Diagnose Hoffnung durch 70 neue Spender aus Friedrichshafen

Hoffnung durch 70 neue Spender aus Friedrichshafen
MCB-Geschäftsführerin Anthea Mayer und das Praxisanleiter-Team des MCB, das die DKMS-Typisierung organisiert haben. (Bild: MCB)
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Blutkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten in Deutschland – alle zwölf Minuten wird ein Mensch mit dieser Krankheit konfrontiert, darunter viele Kinder und Jugendliche. Für zahlreiche Betroffene kann eine Stammzelltransplantation die einzige Hoffnung auf Heilung sein. Doch die Suche nach einem passenden Spender ist eine enorme Herausforderung: Nur etwa 30 Prozent finden innerhalb der Familie einen geeigneten Spender. Der Großteil ist auf die weltweite Suche nach Fremdspendern angewiesen.

70 neue Lebensretter dank Typisierungsaktion in Friedrichshafen

Ein Hoffnungsschimmer: Im Klinikum Friedrichshafen haben sich kürzlich 70 neue potenzielle Spender registrieren lassen. Anlass war der „Tag der Pflege“, an dem das Klinikum in Kooperation mit der DKMS eine Typisierungsaktion organisiert hat. Die Initiative ist Teil des Schulprojekts „Dein Typ ist gefragt“ und wird von der Medizin Campus Bodensee (MCB) unterstützt.

Die Registrierung ist für die Freiwilligen kostenlos, verursacht jedoch pro Person Kosten, die durch Spenden gedeckt werden müssen. Um die Typisierungsaktion zu finanzieren, organisierten die Mitarbeiter des Klinikums kreative Spendenaktionen wie Waffelverkäufe. So kamen rund 350 Euro zusammen – ein kleiner, aber wichtiger Beitrag.

„Wir sind stolz, die Registrierungskosten für alle 70 Teilnehmer zu übernehmen. Vielleicht kann dadurch sogar einem unserer Patienten geholfen werden“, erklärt Anthea Mayer, Geschäftsführerin des MCB.

Warum junge Spender so wichtig sind

Für Blutkrebspatienten ist die Bereitschaft zur Stammzellspende lebenswichtig. Besonders junge Menschen spielen hierbei eine entscheidende Rolle: Sie sind medizinisch oft die erste Wahl, da sie in der Regel gesund sind und länger als Spender verfügbar bleiben. Grundsätzlich kann jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren Stammzellen spenden.

Aufklärung und einfache Registrierung

Im Vorfeld der Aktion wurden Schüler durch die DKMS umfassend über Blutkrebs und Stammzellspenden informiert. Die Typisierung selbst war denkbar einfach: Mit drei Wattestäbchen wurde ein Wangenschleimhautabstrich genommen – ein Vorgang, der weniger als zehn Minuten dauerte. Die Gewebemerkmale der neuen Spender werden nun analysiert und weltweit in die Spenderdatenbank aufgenommen.

Der Weg zur Stammzellspende

Sollte ein registrierter Spender später infrage kommen, folgt eine erneute Kontaktaufnahme durch die DKMS. Nach weiteren medizinischen Untersuchungen und einem Gesundheitscheck kann die eigentliche Stammzellspende erfolgen.

Hoffnung schenken: Jeder Beitrag zählt

Diese Typisierungsaktion zeigt, wie wichtig Engagement und Aufklärung sind, um den Kampf gegen Blutkrebs zu unterstützen. Jeder neue potenzielle Spender und jede Geldspende trägt dazu bei, Leben zu retten. Nur durch den Einsatz von vielen engagierten Menschen können Blutkrebspatienten weltweit Hoffnung auf eine zweite Chance erhalten.

(Quelle: Medizin Campus Bodensee)