Eine Gruppe um einen 16-Jährigen hat am Dienstagabend gegen 18 Uhr im Eingangsbereich eines Einkaufszentrums in der Ailinger Straße mit Pfefferspray herumgesprüht. Mehrere Personen mussten in ein Krankenhaus gebracht werden.
Wenn das ein Scherz sein sollte, dann ist er von witzig weit entfernt. Rund ein Dutzend Personen klagten nach der Tat durch die Pfefferspray-Attacke über Atemwegsprobleme und Reizungen. Laut Polizeimeldung wurde ein Rettungsdienst gerufen und versorgte die Betroffenen.
Polizei sucht Zeugen
Drei Personen mussten zu weiteren Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Ermittlungen zu den Hintergründen sowie beteiligten Personen und einer möglicherweise im Vorfeld stattgefundenen Auseinandersetzung zwischen mehreren Jugendlichen dauern an.
Zeugen des Vorfalls können sich unter der Rufnummer 07541/701-0 an das Polizeirevier Friedrichshafen wenden.
Zu langsam über Zebrastreifen – Autofahrer setzt Pfefferspray ein
Bereits am Freitagnacht gab es in Friedrichshafen einen Angriff mit Pfefferspray. Vier Personen im Alter zwischen 25 und 31 Jahren überquerten am Romanshorner Platz einen Zebrastreifen. Dies ging einem Mercedesfahrer und seinen männlichen Mitfahrern anscheinend zu gemächlich.
Die Männer stiegen aus und einer davon besprühte das Quartett mit Pfefferspray. Anschließend fuhr der Pkw wieder weg. Die Geschädigten kamen vorsorglich in ein Krankenhaus.
Vorübergehende Erblindung ist möglich
Ein direkter Kontakt mit Pfefferspray kann schwere Schleimhautreizungen in den Atemwegen und Augen verursachen. Der Wirkstoff im Pfefferspray heißt Oleoresin Capsicum (OC) und wird aus Capsaicin, einem Extrakt aus Chilipflanzen, gewonnen. Capsaicin reizt sensorische Nerven und verursacht ein schmerzhaftes Brennen auf der Haut und in den Augen, Bindehautschwellung sowie Tränenfluss. Auch eine vorübergehende Erblindung ist möglich, schreibt das Netzwerk Deutscher Apotheker GmbH.
(Quelle: Polizeipräsidium Ravensburg)