Seit 50 Jahren verbindet Friedrichshafen und Peoria eine Städtepartnerschaft. Zum Jubiläum war eine 35-köpfige Delegation aus Illinois fünf Tage zu Gast.
Mit einem umfangreichen Programm feierten Gäste und Gastgeber fünf Jahrzehnte deutsch-amerikanische Städtepartnerschaft. Bürgermeisterin Rita Ali reiste gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Stadtrats, Mitgliedern der „Friends of Friedrichshafen“ sowie langjährigen Förderern und Unterstützern aus Peoria nach Friedrichshafen. Bereits im Juni hatte eine Delegation aus Friedrichshafen das Jubiläum in Peoria gefeiert.
„Unsere Partnerschaft ist mehr als ein Vertrag. Bürgerinnen und Bürger, Familien, Schülerinnen und Schüler, Vereine und Ehrenamtliche haben sie mit Leben gefüllt. Sie alle haben aus einer förmlichen Städtepartnerschaft eine echte und dauerhafte Freundschaft gemacht“, sagte Oberbürgermeister Simon Blümcke beim Jubiläumsabend. „Die Geschichte unserer Partnerschaft zeigt: Entfernung spielt keine Rolle, wenn Menschen bereit sind, aufeinander zuzugehen.“
Festakt im Zeppelin Museum
Höhepunkt des fünftägigen Besuchs war der Festakt im Museumsrestaurant des Zeppelin Museums. Mit Blick über den Bodensee würdigten Blümcke, Ali und der stellvertretende US-Generalkonsul aus Frankfurt, John Degory, die fünf Jahrzehnte währende Städtepartnerschaft.
Ali trug sich bei dieser Gelegenheit in das Goldene Buch der Stadt Friedrichshafen ein. Für die Bürgermeisterin war es der erste Besuch in Deutschland und Friedrichshafen. Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft, die sie und die Delegation erlebten, berührten sie tief. Der Besuch zeigte, wie viele enge Bande zwischen Peoria und Friedrichshafen bestehen.
Besiegelt wurde die Partnerschaft am 27. August 1976. Vorausgegangen waren erste Gespräche der damaligen Bürgermeister Dick Carver und Dr. Max Grünbeck im Jahr 1975. Beim Jubiläumsabend waren auch alle früheren Oberbürgermeister der Stadt sowie Vertreter der Zeppelin GmbH dabei.
Freundschaftsbank findet Platz am Seeufer
Ein dauerhaft sichtbares Zeichen der Verbundenheit steht künftig im Garten der Partnerstädte am Seeufer. Dort fand die Freundschaftsbank aus Peoria ihren Platz. Friedrichshafen und Peoria hatten vereinbart, sich gegenseitig Parkbänke zu schenken und damit ihre Verbindung sichtbar zu machen.
Zum Besuchsprogramm gehörten außerdem ein Termin im Rathaus, ein Besuch des Wochenmarkts und eine Besichtigung des Zeppelin-Hangars.
Bereits bei der Ankunft trafen sich Gäste und Gastgeber zu einem Get-together am Hafen mit regionalen Spezialitäten. Gemeinsam unternahmen sie zudem einen Schiffsausflug nach Meersburg und besuchten das Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen. Ein Dinner mit Oberbürgermeister Blümcke, Bürgermeisterin Ali und ausgewählten Delegationsmitgliedern fand im kleinen Kreis statt.
Gemeinsam mit Wilhelm Herzog von Württemberg eröffneten die beiden Stadtoberhäupter außerdem das Schlossweinfest. Nach einer exklusiven Schlossführung konnten die Gäste die regionale Küche kennenlernen.
Zum Abschluss lud der Peoria Club zu einem Kulturabend im Haus des Volkstrachten- und Heimatvereins ein. Musik, Tanz, Reden und eine Fotoschau standen dort auf dem Programm.
Blick auf die nächsten 50 Jahre
Blümcke dankte allen, die die Partnerschaft über fünf Jahrzehnte getragen haben. Dazu zählen der Peoria Club Friedrichshafen und die Friends of Friedrichshafen, die Stadträte beider Städte sowie zahlreiche Gastfamilien und Ehrenamtliche auf beiden Seiten des Atlantiks.
Für die Zukunft gehe es darum, die Verbindung weiter mit Leben zu füllen. Blümcke warb dafür, noch mehr junge Menschen einzubinden sowie den Schul- und Kulturaustausch weiter auszubauen.
Das Jubiläumsjahr 2026 verbindet zwei besondere Jahrestage: Friedrichshafen und Peoria feiern 50 Jahre Städtepartnerschaft, die USA ihren 250. Geburtstag.
Nach fünf gemeinsamen Tagen trat die Delegation aus Peoria schließlich die Heimreise an.
(Quelle: Stadt Friedrichshafen)