Auf einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik sollen drei Passagiere an einer Hantavirus-Infektion gestorben sein. Weitere Personen hätten sich angesteckt, ein Passagier befinde sich auf einer Intensivstation. Die WHO untersucht den Vorfall.
Hantaviren werden durch den Kot von Nagetieren, wie beispielsweise der Rötelmaus und der Brandmaus übertragen, und können teilweise zu lebensbedrohlichen Infektion führen. Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Ansteckung und Auftreten der ersten Symptome, beträgt normalerweise zwei bis vier Wochen, so die Fachpresse.
Die Ermittlungen laufen
Wie Die Zeit berichtet, zeigte zunächst ein 70-jähriger Passagier Symptome und starb an Bord. Seine 69-jährige Ehefrau erkrankte ebenfalls und starb in einem Krankenhaus in Johannesburg. Das dritte Todesopfer starb laut Nachrichtenagentur AFP noch an Bord des Schiffs. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist bislang ein Fall von Hantavirus-Infektion laborbestätigt, fünf weitere gelten als Verdachtsfälle.
Schiff kam aus der Antarktis
An Bord der Hondius sollen rund 150 Passagiere aus verschiedenen Ländern gewesen sein. Das Expeditions-Kreuzfahrtschiff kam aus der Antarktis und befindet sich aktuell auf den Kapverdischen Inseln.
Eine Infektion mit Hantaviren ist sehr selten und macht sich meist durch plötzlich einsetzendes, hohes Fieber, begleitet von grippeähnlichen Symptomen, starker Müdigkeit und Muskelschmerzen bemerkbar. Da die Krankheit in der Regel nicht von Mensch zu Mensch übertragen wird, gehen einige Experten davon aus, dass sich die Betroffenen bereits vor Reisebeginn infiziert haben könnten, schreibt die Berliner Morgenpost.
(Quelle: Cruisetricks.de/Die Zeit/Berliner Morgenpost)