Da sich ein junger Mann nicht ausweisen konnte, musste er die Beamten auf das Revier begleiten. Dort die Überraschung: Bei dem 18-Jährigen handelt es sich um einen gesuchten Straftäter.
Am Dienstagabend kontrollierten Bundespolizisten in der Wartehalle des Bahnhofs Friedrichshafen einen algerischen Staatsangehörigen. Der 18-jährige Mann konnte sich nicht ausweisen, weshalb er die Beamten zur Identitätsfeststellung auf das Bundespolizeirevier begleiten musste.
Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr
Als die Polizisten dort seine Fingerabdrücke abglichen, stießen sie auf einen offenen Haftbefehl. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe suchte den jungen Mann seit nunmehr 13 Tagen, nachdem ihn das Amtsgericht Pforzheim im vergangenen Jahr rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt hatte.
Der wegen besonders schweren Falls des Diebstahls Verurteilte trat noch am selben Abend seine Freiheitsstrafe an. Eine 19-tägige Untersuchungshaft hat der algerische Staatsangehörige bereits Anfang 2023 verbüßt, sie wird auf die einjährige Haftstrafe angerechnet.
Aufenthaltstatus wird ermittelt
Aktuell ermittelt die Bundespolizeiinspektion Konstanz nun noch den genauen aufenthaltsrechtlichen Status des Täters. Über sich möglicherweise aufenthaltsbeendende Maßnahmen nach Vollendung der Haftstrafe entscheidet die zuständige Ausländerbehörde.
(Quelle: Bundespolizeiinspektion Konstanz)