Das Gebäude der Biberacher Volkshochschule (vhs) muss saniert werden. Die Elektroinstallation aus den 1980er-Jahren ist veraltet, das Brandschutzkonzept muss aktualisiert werden. Ergänzend werden funktionale und räumliche Verbesserungen umgesetzt. Der Vorentwurf samt zugehöriger Kostenschätzung erfuhr im Gemeinderat einstimmig Zustimmung.
Seit Anfang der 1980er-Jahre ist die vhs in der Oberen Schranne zu Hause. Die Elektroinstallation aus jener Zeit macht mittlerweile flächendeckend Probleme, sanitäre Einrichtungen sind veraltet, Wasserleitungen sanierungsbedürftig. Auch das Brandschutzkonzept gemäß der Baugenehmigung aus dem Jahr 1979 entspricht in Teilen nicht mehr den heutigen Anforderungen. „Die anstehende Sanierung wird vor allem durch den Zustand der haustechnischen Anlagen erforderlich“, erklärte Hochbauamtsleiter Siegfried Kopf-Jasiński im Gemeinderat. „Es handelt sich nicht um eine Generalsanierung.“
Trotzdem sollen auch einige Verbesserungen für die Nutzer erreicht werden. Diese betreffen alle Ebenen, vor allem aber das Erdgeschoss. Das dortige WC bekommt einen neuen Standort, so kann die zentrale Halle mit ihren historischen Stützen bis zum bogenförmigen Fenster an der Schulstraße geöffnet und genutzt werden. Außerdem entsteht mehr Platz für Veranstaltungen in der Halle beziehungsweise im Foyer.
Der Haupteingang in Richtung Marktplatz wird barrierefrei und bekommt einen Windfang. Geplant ist zudem, die Wände der Büros im Erdgeschoss zu begradigen. Die drei Büros sind momentan eng und verwinkelt. Insbesondere für die Beratungen zu Integrationskursen brauchen die vhs-Mitarbeiter*innen aber mehr Platz. Auch der Schallschutz muss verbessert werden.
Optionale Bausteine
Die erste Kostenschätzung für die vhs-Sanierung beläuft sich auf rund 3,5 Millionen Euro. „Damit ist das vhs-Gebäude wieder langfristig ertüchtigt“, ordnete Kopf-Jasiński ein. Die Verwaltung hatte im Vorfeld neun optionale Bausteine herausgearbeitet, wobei sie empfahl, fünf davon in jedem Fall umzusetzen.
Dazu gehören die Grundrissänderungen im Erdgeschoss (83.000 Euro), eine Mitarbeitertoilette im Dachgeschoss (19.000 Euro), ein neuer Blendschutz in Büro- und Seminarräumen (23.000), neue Verglasungen an Fenstern und Türen (180.000) sowie die Reparatur der Dachgauben auf der Westseite und die Sanierung der dortigen Fassade (60.000).
Für die Umsetzung dieser fünf Bausteine sprachen sich auch die Stadträte in ihren Wortmeldungen aus. Bei den anderen vier Bausteinen zeichnete sich ab, dass keine sofortige beziehungsweise komplette Umsetzung erfolgen soll.
Wie Baubürgermeister Simon Menth aus der vorangegangen nichtöffentlichen Beratung im Bauausschuss berichtete, soll für eine Videoüberwachung der Treppenräume und Flure (36.000 Euro) zumindest die Verkabelung installiert werden, eine E-Ladestation soll vorbereitet, aber noch nicht installiert werden (18.000). Intern nochmals geklärt wird die Notwendigkeit einer elektronischen Schließanlage (21.000). Über die Beleuchtung der historischen Stützen soll nochmals beraten werden, sofern diese günstiger als die derzeit veranschlagten 25.000 Euro wird.
Umsetzung im Sommer 2027
Die Planung wird nun im nächsten Schritt weiter ausgearbeitet und zeitlich in Bauabschnitte unterteilt. Der Großteil der Sanierung soll in der verlängerten Sommerpause 2027 umgesetzt werden.
(Quelle: Stadt Biberach)