Hochwasserlage in Biberach Beim Hochwasserdamm ist die Hochwasservorwarnstufe erreicht

Beim Hochwasserdamm ist die Hochwasservorwarnstufe erreicht
Der Pegel steigt auch in Biberach, die Stadtverwaltung empfiehlt zur Sicherheit, bewegliche Gegenstände, die sich in Kellern befinden, zu sichern oder in höher gelegene Stockwerke zu bringen // Symbolbild. (Bild: picture alliance / dpa | Thomas Warnack)

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Stadt und Feuerwehr beobachten die aktuelle Wetterlage und die Auswirkungen seit Freitag kontinuierlich. Leider ist noch kein Ende des Regens in Sicht und viele Hochwasserrückhaltebecken sind mittlerweile gefüllt. In Biberach ist die Lage bisher relativ stabil, es mussten bislang nur einzelne Keller ausgepumpt werden.

Auch der neu gebaute Hochwasserdamm im Wolfental erfüllt seine Aufgabe und hält das Wasser zurück. Die Verantwortlichen steuern genau, wie viel Wasser maximal durchgelassen werden kann, um die Kanäle in die Innenstadt nicht zu überlasten. Der Pegel steigt aber kontinuierlich an und hat den Stand eines hundertjährigen Hochwassers bereits überschritten. Die sogenannte Hochwasservorwarnstufe ist erreicht. Beim Bau wurde ein Klimazuschlag eingeplant, der noch nicht erreicht ist. Wenn es jedoch kontinuierlich weiterregnet, was zu befürchten ist, kann auch diese Grenze überschritten werden.

Was bedeutet dies für die Innenstadt und die angrenzenden Gebiete? Das Wasser wird dann kontrolliert über das Auslaufbauwerk laufen und langsam die Fläche bis zur Dammkrone füllen. Ist auch diese erreicht, läuft das Wasser langsam über den Damm. Sollte dieser Fall eintreten, wird auch in die umgebenden Straßen Wasser laufen.

Die Stadtverwaltung empfiehlt daher zur Sicherheit, bewegliche Gegenstände, die sich in Kellern befinden, zu sichern oder in höher gelegene Stockwerke zu bringen. Auch Kraftstoffe, Chemikalien, Farben oder andere potenziell gefährliche Stoffe sollten entsprechend behandelt werden.

Der Zugang zum Hochwasserdamm wird aktuell aus Sicherheitsgründen weiträumig abgesperrt. Die Lage wird kontinuierlich beobachtet und bei Bedarf über die Medien informiert.

(Pressemitteilung: Stadt Biberach)