Die Arbeitslosenquote im Landkreis Biberach steigt im August auf 3,1 Prozent. Mit 3.823 Arbeitslosen weist der Kreis landesweit dennoch die niedrigste Quote auf.
Gegenüber Juli 2026 wurden im August 332 Arbeitslose mehr gezählt. Das entspricht einem Anstieg um 9,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Zahl um 203 Personen beziehungsweise 5,6 Prozent. Im August 2025 hatte die Arbeitslosenquote bei 2,9 Prozent gelegen.
Trotz des Anstiegs von 2,8 Prozent im Juli auf 3,1 Prozent im August weist der Landkreis Biberach weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote aller Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg auf. Es folgt der Alb-Donau-Kreis mit einer Quote von 3,3 Prozent.
Deutlicher Anstieg bei der Arbeitsagentur
Bei der örtlichen Agentur für Arbeit, die überwiegend Kurzzeitarbeitslose betreut, waren im August 2026 insgesamt 2.202 Arbeitslose registriert. Das waren 276 Personen oder 14,3 Prozent mehr als im Juli.
Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 327 Personen. Dies entspricht einem Anstieg um 17,4 Prozent.
Beim Jobcenter des Landkreises, das Personen mit Anspruch auf Grundsicherungsgeld betreut, stieg die Zahl der Arbeitslosen gegenüber Juli um 56 Personen beziehungsweise 3,6 Prozent auf 1.621. Im Vergleich zum Vorjahr sank sie dagegen um 124 Personen oder 7,1 Prozent.
Weniger Bedarfsgemeinschaften als im Vorjahr
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften mit Anspruch auf Grundsicherungsgeld verringerte sich im August gegenüber Juli um einen Haushalt auf 2.301. Im Vergleich zu August 2025 ging die Zahl um 198 beziehungsweise 7,9 Prozent zurück.
Insgesamt bezogen im August 2026 4.676 Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Biberach Grundsicherungsgeld. Das waren zwölf Personen mehr als im Juli, jedoch 498 weniger als ein Jahr zuvor.
Um ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu erhöhen, werden vom Landkreis 250 Personen durch soziale flankierende Leistungen bei der Integration in den ersten Arbeitsmarkt unterstützt. Im Vormonat waren es 389. Zu den Leistungen zählen Kinderbetreuung, psychosoziale Betreuung sowie Sucht- oder Schuldnerberatung.
(Quelle: Landratsamt Biberach)