Württembergisches Psychiatriemuseum in Landes-Museumsverband aufgenommen

Württembergisches Psychiatriemuseum in Landes-Museumsverband aufgenommen
Das Württembergische Psychiatriemuseum in Zwiefalten. (Bild: ZfP Südwürttemberg)

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Das Württembergische Psychiatriemuseum Zwiefalten ist bereits seit 20 Jahren fester Bestandteil der Museumskultur im Ländle. Nun wurde es auch in den Museumsverband Baden-Württemberg aufgenommen.

Das Württembergische Psychiatriemuseum wurde – im 20. Jahr seines Bestehens – diesen Sommer in den Museumsverband Baden-Württemberg e.V. aufgenommen. Das 2003 in Zwiefalten gegründete Museum des ZfP Südwürttemberg verfügt inzwischen über zwei Standorte: am Ort der ältesten psychiatrischen Klinik Württembergs in Zwiefalten sowie im ehemaligen Kloster Schussenried als psychiatriehistorischer Raum innerhalb der Ausstellung „Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg“.

Die beiden Dauerausstellungen zeigen die Entwicklung der Psychiatrie als medizinische Wissenschaft und die Unterbringung und Behandlung psychisch kranker Menschen über einen Zeitraum von 200 Jahren. Die Besucherinnen und Besucher werden in anschaulicher, kritischer und in auch für medizinische Laien verständlicher Weise mit der Psychiatrie, ihren Erfolgen und Fortschritten, aber auch mit ihren Irrwegen und Entgleisungen vertraut gemacht.

Die Arbeit des Forschungsbereichs Geschichte und Ethik in der Medizin am ZfP Südwürttemberg ermöglicht es, aktuelle Forschungsergebnisse zeitnah in die bestehenden Ausstellungen zu integrieren. Neben historischen Dokumenten und Fotografien sind Gerätschaften und Exponate aus dem reichen Fundus zu sehen. Audiovisuelle Medien sorgen für eine abwechslungsreiche Präsentation und die zeitgemäße Vermittlung von Inhalten.

Der 1976 gegründete Museumsverband Baden-Württemberg zählt heute 663 persönliche und institutionelle Mitglieder. Sein Ziel ist die Förderung der Museumsarbeit auf verschiedenen Ebenen: zur Vernetzung der Museen, als beratende Instanz, für die Organisation von Fortbildungsveranstaltungen und als Interessenvertretung der Museen und der dort Tätigen.

Eine sehr erfreuliche Begegnung des von Prof. Thomas Müller geleiteten Psychiatriemuseums mit dem Museumsverband gab es bereits 2015, als es im ebenfalls ausgezeichneten Ravensburger Museum Humpis-Quartier mit dem Extra-Preis der Lotto-Stiftung Baden-Württemberg prämiert wurde. Diese mit einem Geldpreis dotierte Auszeichnung vergeben der Verband und die Staatliche Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg seit acht Jahren, um herausragende Ausstellungskonzepte, Neuinszenierungen, gelungene Kooperationen oder museumspädagogische Angebote in nichtstaatlichen Museen zu würdigen.

Weitere Infos zum Württembergischen Psychiatriemuseum unter: www.forschung-bw.de

(Pressemitteilung: ZfP Südwürttemberg)