Gestörte Ruhe der Toten Kupferdiebe suchen auf Friedhöfen nach Beute

Kupferdiebe suchen auf Friedhöfen nach Beute
Gestörte Totenruhe auf dem Friedhof: Metalldiebe sind im Landkreis Neu-Ulm unterwegs. (Symbolbild: Cameris // iStock / Getty Images Plus)

Bei der Polizei Neu-Ulm häufen sich die Meldungen, dass unbekannte Täter auch vor Friedhöfen nicht haltmachen. Im Visier der Diebe ist hauptsächlich kupferhaltiger Grabschmuck.

Friedhofsdiebe werden immer dreister. Da der Preis für das Edelmetall Kupfer hoch ist, durchstöbern Unbekannte oft auch Friedhöfe und machen hier Beute. Wie es von der Polizei heißt, haben Unbekannte u.a. in Neu-Ulm, Thalfingen und Elchingen, aber auch überregional zugeschlagen.

Kupfer und Bronze sind bei Dieben beliebt

Nach bisherigen Erkenntnissen entnahmen die Täter über einen geraumen Zeitraum hinweg Kreuze und andere Skulpturen aus Bronze. Auch Kupferleuchten und andere Gegenstände wurden abgeschraubt oder teils abgerissen. Bislang verzeichnet die Polizeiinspektion Neu-Ulm eine mittlere zweistellige Summe an Fällen. Die Ermittlungen zur Ergreifung der Täter laufen.

Zeugen werden gesucht

Die Polizei bittet Besucher von Friedhöfen, ungewöhnliche Feststellungen oder verdächtige Personen in der Nähe der Gräber zu melden. Auch verdächtige Fahrzeug sind von elementarer Bedeutung. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Neu-Ulm unter der Rufnummer 0731/8013-0 entgegen.

Am Wochenende haben Unbekannte das kupferne Dach des denkmalgeschützten Mausoleums der Familie Wulff abgebaut und entwendet. Die Friedhofsverwaltung hat den Diebstahl angezeigt und bittet nun um Zeugenhinweise an die Polizei.

Imitate als Schutz vor Diebstahl

In einem Stadtteil von Dortmund haben Diebe erst neulich sogar das Kupferdach eines denkmalgeschützten Mausoleums gestohlen. Das ist leider kein Einzelfall. Der Verband der Friedhofsverwalter Deutschlands empfiehlt auf den Gräbern den Einsatz von Kupfer- und Bronze-Imitaten.

(Quelle: Polizeipräsidium Schwaben Süd/West)