Lehrgang zum Lebensretter Immenstadter Pilotprojekt bildet ehrenamtliche Feuerwehrkräfte aus

Im Rahmen des Projekts lernte die Gruppe wie eine Herzdruckmassage durchgeführt wird, wie man mit einem Defibrillator umgeht und wie man auch in Stresssituationen als Team funktioniert.
Im Rahmen des Projekts lernte die Gruppe wie eine Herzdruckmassage durchgeführt wird, wie man mit einem Defibrillator umgeht und wie man auch in Stresssituationen als Team funktioniert. (Bild: Tobias Beck)

Seit vergangenem Mittwoch gibt es 24 weitere, qualifizierte Ersthelfer im Oberallgäu. Im Kurs für echte Helden in Sonthofen, lernten die Teilnehmer alles rund um die Herz-Lungen-Wiederbelebung. Künftig können sie via App als Ersthelfer zu Notfällen alarmiert werden.

Die Freiwilligen Feuerwehren im Inspektionsbereich Mitte haben ein wichtiges Pilotprojekt ins Leben gerufen: Unter der Leitung des Kreisfeuerwehrarztes Bernd Fischer und Alexander Kraus aus dem Projektteam der „Region der Lebensretter e.V.“ lernten die Teilnehmer in der vergangenen Woche, was im Ernstfall zu tun ist. Ziel ist es, ehrenamtlichen Feuerwehrkräften die Möglichkeit zu geben, neben ihrem üblichen Einsatz Leben zu retten.

Im Rahmen des Projekts lernte die Gruppe wie eine Herzdruckmassage durchgeführt wird, wie man mit einem Defibrillator umgeht und wie man auch in Stresssituationen als Team funktioniert.

Jede Minute ohne Blutzirkulation verringert die Überlebenschance um zehn Prozent

Der erste Kurs fand am vergangenen Montag statt und diente der Teilnahme an der „Region der Lebensretter“. Im vergangenen Jahr hatten die dort 1.320 registrierten Helfer im Allgäu rund 558 lebensrettende Einsätze. Um die Überlebenschancen bei einem Kreislaufstillstand zu erhöhen, wurde der Verein gegründet. Dieser hat in den vergangenen Jahren eine Ersthelfer-App etabliert, die dazu beiträgt, im Notfall schnellstmöglich für Hilfe zu sorgen. Sofortiges Handeln entscheidet bei einem Kreislaufstillstand oftmals über Leben und Tod.

App sorgt für schnellstmögliche Versorgung

Und so funktioniert’s:

  1. Notruf über die 1-1-2: Es besteht der Verdacht auf einen Kreislaufstillstand.
  2. Alarmierung von Einsatzkräften: Rettungswagen und Notarzt werden alarmiert. Parallel dazu werden die nächstgelegenen, registrierten Ersthelfer über das Smartphone lokalisiert und alarmiert.
  3. Einsatzbestätigung der Lebensretter: Die alarmierten Ersthelfer (im Optimalfall vier an der Zahl) bestätigen den Einsatz via Smartphone. PerApp werden sie zum Notfallort beziehungsweise zum nächstgelegenen Defibrillator navigiert.
  4. Rollenzuteilung der Ersthelfer: Nummer eins führt am Patienten die Herzdruckmassage durch, Nummer zwei löst ihn bei der Herzdruckmassage ab, Nummer drei bringt den nächstgelegenen Defibrillator zum Patienten, Nummer vier macht den Einsatzort für den Rettungsdienst zugänglich und weist ihn ein.

Du bist Mitglied in einer Feuerwehr im Oberallgäu und willst auch zum Team Lebensretter gehören? Dann melde dich unter [email protected]!

(Quelle: regionderlebensretter.de)