Sprit im Ausland Hinter der Grenze tanken und Geld sparen

Hinter der Grenze tanken und Geld sparen
Trotz der aktuellen Entwicklungen gibt es weiterhin Länder, in denen man sein Fahrzeug günstiger als in Deutschland betanken kann. Dazu gehört beispielsweise auch Österreich. (Foto: Pixabay)
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Wer zu einer Autofahrt ins Ausland startet, tankt häufig hinter der Grenze billiger. Insbesondere wenn es in Richtung Osten oder Südosten geht, sind die Spritpreise fast immer deutlich niedriger als in Deutschland. Dies geht aus Daten der EU-Kommission hervor. Dieser Trend setzt sich derzeit auch trotz des Irankriegs fort, heißt es vom ADAC. Reisende sollten jetzt allerdings beachten, dass die Kraftstoffpreisentwicklung dieser Tage sehr dynamisch ist.

Lohnt sich der Tankstopp im Ausland?

Trotz der aktuellen Entwicklungen gibt es weiterhin Länder, in denen man sein Fahrzeug günstiger als in Deutschland betanken kann. Das sind Länder, in denen bereits in der Vergangenheit Benzin und Diesel fast immer billiger waren als in Deutschland. Dazu gehören beispielsweise Luxemburg, Österreich, Polen und Tschechien.

Der österreichische Automobilclub ÖAMTC meldete am Sonntag einen durchschnittlichen Dieselpreis pro Liter von 1,894 und pro Liter Benzin 1,689. Selbst wenn dort der Literpreis aufgrund des Irankriegs ebenfalls deutlich steigt, bleibt er vorerst unter den Kraftstoffpreisen in Deutschland, weil diese Länder bei der Preissteigerung von einem niedrigeren Niveau aus starten und zumeist auch eine andere Steuer- und Abgabenpolitik auf Kraftstoffe haben.

Teurer als in Deutschland war der Diesel meistens in der Schweiz. Aktuell liegt der Preis bei 2,28 Euro. Die Niederlande haben sehr oft höhere Kraftstoffpreise als Deutschland. Dort lohnt sich der Tankstopp meist nicht.

Tanktourismus ins Nachbarland nicht immer ratsam

Die günstigen Spritpreise in Polen und Tschechien lösten in den vergangenen Tagen zudem eine Art Tank-Tourismus aus. Bis zu 60 Cent ließen sich an der Zapfsäule pro Liter sparen. Doch während der Sprit im Tank (und bis zu 20 Litern in Reservekanistern) zollfrei die Grenze passieren darf, müssen größere Mengen verzollt werden. Der deutsche Zoll führt deshalb vermehrt Stichprobenkontrollen durch. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Grenzgebieten Brandenburgs, Sachsens und Bayerns.

Lange Strecken zum Tanken lohnen sich nicht

Der ADAC rät davon ab, lange Strecken oder größere Umwege nur zum Tanken zurückzulegen. Dies lohnt aufgrund des Kraftstoffverbrauchs für diese Strecken und auch wegen des Zeitaufwands selten. Wenn man allerdings sowieso in einem günstigen Land unterwegs ist, lohnt es sich natürlich, den Tank – zum Beispiel auch vor der Heim- oder Weiterreise – noch einmal vollzumachen. Wer zusätzlich Reservekanister füllen möchte, sollte die erlaubte Menge an Kraftstoff keinesfalls überschreiten.

(Quelle: ADAC/Presse)