Schwimmen in der Natur Baden gehen in sauberem Wasser

Baden gehen in sauberem Wasser
Wer in einem Badesee schwimmen geht, sollte auch auf die Wasserqualität achten. (Bild: PantherMedia / Corinna Fuckas)

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Bei Sommerhitze in den Badesee zu springen ist zwar sehr erfrischend, unbedenklich aber nur, wenn der See auch wirklich zum Schwimmen geeignet ist. Denn Keime, Rückstände von Reinigungsmitteln oder giftige Algen können gesundheitsschädlich sein.

„Vorab sollte man sich daher über die Wasserqualität informieren“, empfiehlt Gesundheitsfachkraft Bernhard Kurzawski von der AOK in Kempten-Oberallgäu-Lindau. In Bayern gibt es rund 300 Badeseen mit über 370 Badestellen, deren Wasserqualität regelmäßig von den Gesundheitsämtern kontrolliert wird. So weisen beispielsweise der Bodensee im Lindenhofpark, Lindau und der Niedersonthofener See, Waltenhofen eine ausgezeichnete Badegewässerqualität auf.

Die Ergebnisse finden sich auf der Internetseite des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (www.lgl.bayern.de) unter der Linkliste zu den bayerischen EU-Badegewässern. Laut dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege seien derzeit mehr als 97 Prozent der bayerischen Badegewässer hinsichtlich ihrer hygienischen Qualität als „ausgezeichnet“ oder „gut“ eingestuft.

Je klarer, desto besser

Werden Gewässer nicht überwacht, können leicht erkennbare Anzeichen weiterhelfen, die Wasserqualität einzuschätzen. „Je klarer das Wasser im See, desto höher seine Qualität“, so Bernhard Kurzawski. Ist das Gewässer trüb oder schimmert bläulich, sollte man vorsichtig sein – es könnte sich hier um Blaualgen (Cyanobakterien) handeln. Besonders bei anhaltender Hitze und in stehenden Gewässern kann es zu erhöhten Konzentrationen dieser Bakterien kommen.

Sie können bei Hautkontakt oder beim Verschlucken Reizungen der Haut bis hin zu Übelkeit und Erbrechen auslösen. Das Umweltbundesamt rät, nicht zu baden, wenn man in knietiefem, blaugrünem Wasser die eigenen Zehen nicht mehr sehen kann. Ist der See von Wasservögeln bevölkert, sieht man ebenfalls besser vom Baden ab: Neben erhöhten Mengen an Vogelkot gibt es dort häufig auch Larven von Saugwürmern (Zerkarien), die einen juckenden Hautausschlag auslösen können.

Gerät man beim Baden mit Schlingpflanzen in Berührung, sollte man unbedingt ruhig bleiben: Die Pflanzen an sich sind nicht gefährlich und ziehen auch nicht nach unten. Besonders in Ufernähe können sie bis knapp unter die Wasseroberfläche wachsen. „Um sich zu befreien, am besten die Pflanzen möglichst ruhig von Armen oder Beinen streifen“, rät Bernhard Kurzawski. Danach den Körper idealerweise waagrecht nahe an der Wasseroberfläche halten, damit man sich nicht erneut verfängt, und langsam Richtung Ufer paddeln.

(Pressemitteilung: AOK Direktion Kempten-Oberallgäu-Lindau)

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