Tipps zur Aufbewahrung Hitzewelle: Medikamente vor hohen Temperaturen schützen

Hitzewelle: Medikamente vor hohen Temperaturen schützen
Wichtig auf Reisen: Arzneimittel müssen vor hohen Temperaturen geschützt werden. (Bild: pixabay)
WOCHENBLATT
Redaktion

Stuttgart (pr/le) – Wer Arzneimittel beim Einkaufen oder beim Verreisen im Auto transportiert, sollte vorsichtig sein. Die hohen Temperaturen im Wageninnern können Medikamenten schaden. Besonders betroffen sind laut dem Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) Zäpfchen, Cremes, Insuline und Asthmasprays.

Durch starke Hitze können Medikamente ihre Wirksamkeit verlieren

In der Regel sollten Arzneimittel bei Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad aufbewahrt werden. Es gibt jedoch auch spezielle Arzneimittel wie beispielsweise Insuline für Diabetiker, die gekühlt gelagert werden müssen. „Klarheit bringt immer der Blick auf die Verpackung des Arzneimittels oder in den Beipackzettel“, erklärt Friederike Habighorst-Klemm, Patientenbeauftragte im Vorstand des LAV. „Dort kann man für jedes Arzneimittel nachlesen, wie es aufbewahrt werden muss.

Insuline gehören in eine Kühltasche

Für Diabetiker ist beispielsweise wichtig, dass Insuline auf Reisen in eine Kühltasche oder eine isolierende Styroporbox gehören.“

Wer Arzneimittel im Auto transportiert, sollte folgendes beachten:

· Das Handschuhfach, das Armaturenbrett und auch die Hutablage sind die heißesten Stellen im PKW – bitte Medikamente dort nicht ablegen.

· Arzneimittel auf Reisen besser unter dem Beifahrersitz oder unter dem Gepäck im Kofferraum aufbewahren.

· Wenn das Auto länger in der Sonne geparkt ist, sollten die Arzneimittel nicht im Wagen bleiben – das geht allenfalls für einen kurzen Zeitraum in einer isolierten Kühltasche. Der Innenraum eines Wagens, der in der Sonne steht, kann sich rasch bis auf 70 Grad Celsius aufheizen. Arzneimittel können bei großer Hitze ihre Wirksamkeit einbüßen.

Geschmolzene Medikamente nicht wieder verwenden

Zäpfchen schmelzen bei diesen Temperaturen komplett und auch medizinische Salben oder Cremes können sich bei zu großer Hitze in ihre einzelnen Bestandteile trennen. Einmal geschmolzene Medikamente sollten nicht weiter verwendet werden, auch wenn sie im Kühlen wieder fest werden. Gerade auch Menschen, die Asthmasprays benötigen, sollten bei der aktuellen Hitze aufpassen. „Die Sprühbehälter können sich sehr stark aufheizen und es ist hinterher nicht mehr gewährleistet, ob noch die richtige Menge Wirkstoff abgegeben wird, wenn man das Medikament einnimmt“, so Friederike Habighorst-Klemm.

Auf Kapselhüllen achten

Am robustesten reagieren Tabletten oder Kapseln auf Hitze, doch auch hier gilt die Richttemperatur von maximal 25 Grad. Für Tabletten oder Kapseln kann jedoch die feuchte Hitze etwa nach einem Sommergewitter kritisch werden. Verbraucher können dann feststellen, dass sich die Oberfläche der Tabletten verändert und sich beispielsweise rau anfühlt. Kapselhüllen können an schwül-heißen Tagen aufquellen und auch dann sei eine korrekte Wirkstoffabgabe nicht mehr gesichert, so der LAV.

(Pressemitteilung: LAV/le)