Filmreife Verfolgungsfahrt: 28-jähriger Mercedes Fahrer flüchtet vor Polizei

Filmreife Verfolgungsfahrt: 28-jähriger Mercedes Fahrer flüchtet vor Polizei
Verfolgungsjagt zwischen der Polizei und einem Mercedes AMG Lenker von Friedrichshafen bin nach Wilhelmsdorf. (Bild: picture alliance / Geisler-Fotopress | Christoph Hardt/Geisler-Fotopress)
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Redaktion

Friedrichshafen (ots) – Nachdem sich ein 28-Jähriger am Mittwochabend gegen 23.30 Uhr mit einem Mercedes AMG eine spektakuläre und überaus gefährliche Verfolgungsfahrt mit der Polizei lieferte, ermittelt die Polizei nun gegen ihn wegen zahlreicher verkehrs- und strafrechtlicher Delikte und sucht Zeugen.

Eine Streifenwagenbesatzung des Polizeireviers Friedrichshafen war im Bereich Fallenbrunnen auf den Fahrer des hochmotorisierten Wagens aufmerksam geworden, als dieser dort durch die Straßen driftete. Beim Erblicken der Polizei flüchtete er mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch das Wohngebiet und missachtete in der Folge jegliche Aufforderungen anzuhalten. Auch einer zweiten Polizeistreife gelang es nicht, den völlig rücksichtslos fahrenden 28-Jährigen in der Albrechtstraße und Zeppelinstraße zu stoppen, woraufhin dieser mit wesentlich zu hoher Geschwindigkeit durch die Windhager Straße in Richtung Schnetzenhausen und Unterraderach davonfuhr.

Als er in der Raderacher Straße an einer unübersichtlichen Kurve einen unbeteiligten Pkw überholte, musste ein entgegenkommender Fahrzeugführer bis zum Stillstand abbremsen, um einen Frontalzusammenstoß zu verhindern. In Unterraderach fuhr der Mann mit seinem AMG über die Schmalholzstraße nach Ittenhausen / Berg, wo er immer wieder die zulässige Höchstgeschwindigkeit deutlich überschritt. Durch Oberteuringen war er weit im dreistelligen km/h-Bereich unterwegs und setzte seine Fahrt in Richtung Wilhelmsdorf fort, bevor die Beamten in Zogenweiler den Kontakt zum Flüchtenden verloren.

Trotz zahlreicher Unterstützungskräfte von benachbarten Polizeirevieren gelang dem 28-Jährigen die Flucht. Er konnte bislang nicht angetroffen werden. Einer Streifenwagenbesatzung gelang es während der Verfolgung kurzzeitig Sichtkontakt zum Fahrer herzustellen und diesen aufgrund vergangener polizeilicher Ereignisse zweifelsfrei zu identifizieren.

Wer die Mitfahrerin war, die während der gesamten Flucht auf dem Beifahrersitz saß, konnte bislang nicht eindeutig geklärt werden.

Die Verkehrspolizeiinspektion Ravensburg hat die Ermittlungen übernommen und bittet nun Personen, denen der Mercedes AMG aufgefallen ist, oder Verkehrsteilnehmer, die durch die gefährliche Fahrweise behindert oder gefährdet wurden, sich unter Tel. 0751/803-5333 zu melden. Insbesondere die beiden Autofahrer, die im Bereich der Raderacher Straße unterwegs waren, und die Frau auf dem Beifahrersitz des Mercedes, sollen sich bei den Ermittlern melden.

Während der Fahrt kollidierte ein Streifenwagen der Polizei bei Horgenzell mit einem die Straße querenden Reh. Die Polizisten blieben bei dem Unfall glücklicherweise unverletzt. Das Tier verstarb. Der Schaden am Fahrzeug beläuft sich auf etwa 8.000 Euro. Ein weiteres Polizeifahrzeug touchierte bei der Verfolgung im Bereich Horgenzell ein Verkehrsschild, wodurch ebenfalls Sachschaden im vierstelligen Euro-Bereich entstand.

(Pressemitteilung Polizeipräsidium Ravensburg)