EVR startet bei Aufsteiger Pforzheim in die Regionalliga

EVR startet bei Aufsteiger Pforzheim in die Regionalliga
Wenn Johann Katjuschenko (links) und Steffen Kirsch (rechts) vorne treffen und zugleich David Heckenberger (Mitte) hinten den Kasten sauber hält, ist die EVR-Welt in Ordnung. (Bild: EVR)
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Redaktion

Ravensburg – Das Regionalligateam des EV Ravensburg startet am Sonntag bei den Pforzheim Bisons in die neue Saison. Bevor am 4. Oktober die besten bekannten „Baden Rhinos“ aus Hügelsheim zum Heimauftakt des EVR in Oberschwaben auflaufen, geht es beim Aufsteiger in Pforzheim gegen einen weitgehend unbekannten Gegner.

Beim EVR kann der neue Trainer Martin Valenti auf fast den kompletten Kader der Vorsaison zurückgreifen, der sogar noch um einige Spieler erweitert wurde. Mit Dustin Visychlo, der in Weingarten studiert und zuvor für Ulm in der bayerischen Landesliga gespielt hat, sowie Kai Laux, der vom Oberligisten Lindau zu seinem Heimatverein zurückkehrt, dürfte der EVR-Sturm noch breiter als in der vergangenen Spielzeit aufgestellt sein. Zudem kehren Daniel Achberger, Dennis Retzer und Patrick Lachenmayer ins Team zurück. Verlassen hat den EVR Verteidiger Bernhard Leiprecht, der für Ulm in der Bayernliga antritt. Im Tor steht weiterhin David Heckenberger, einer der besten Goalies der Regionalliga.

Die Vorbereitung stand für den EVR unter keinem guten Stern. Zunächst gab es in Ravensburg im August kein Eis. Dann durften die bayerischen Vorbereitungsgegner außerhalb ihres Bundeslandes nicht antreten. Für das Team ist das Spiel in Pforzheim der Sprung ins kalte Wasser.

Saisonziel ist die erneute Qualifikation für die Playoffs. Wobei es schwer sein wird, den Erfolg der vorherigen Spielzeit mit Platz zwei nach der Hauptrunde zu wiederholen. Neben den bekannten Größen der Regionalliga wie Zweibrücken, Heilbronn, Bietigheim und Hügelsheim wird man vor allem auch mit dem Team aus der Landeshauptstadt Stuttgart rechnen müssen. Die „Rebels“ sind erste Mannschaft am Standort und haben wirtschaftlich ganz andere Möglichkeiten als der EVR, der sich hinter den Towerstars einordnen muss und dem für die Regionalliga keine Erlöse aus der Hallenwerbung zufließen.

Manche der jüngeren Spieler im Kader des EVR werden sich an Jugendspiele in Pforzheim erinnern, die haushoch gewonnen wurden. Die „Bisons“ sind sicher von anderem Gewicht. Nach etlichen Jahren traut sich mit ihnen wieder ein Aufsteiger aus der Landesliga den Sprung in die Regionalliga zu. Man darf unterstellen, dass die Pforzheimer die höchste Liga auf Landesebene nicht nur von acht auf neun Teams aufstocken und schon damit attraktiver machen wollen, sondern dass sie auch ein Wörtchen mitreden werden.

Im Unterschied zu den reinen Eissportvereinen in der Regionalliga sind die „Bisons“ eine Abteilung des Pforzheimer Großvereins CfR. Mit dem Slowaken Marin Juricek und dem jungen Tschechen Miroslav Vasilev haben sie beiden Kontingentstellen mit Stürmern besetzt. Ansonsten finden sich noch einige Namen im Kader, die vom EC Eppelheim bekannt sind. Ein erstes Freundschaftsspiel gegen Darmstadt, das aber weit von Regionalliganiveau entfernt sein dürfte, wurde 23:2 gewonnen. Gegen den Bayernliga-Aufsteiger Ulm wurde glatt mit 0:9 verloren. Im Ravensburger Lager sollte man davon ausgehen, dass auch dieses Spiel nicht die wahre Stärke der „Bisons“ offenbart hat.