CED-Standardbehandlung schien bei Betroffenen auch depressive Symptome zu lindern

CED-Standardbehandlung schien bei Betroffenen auch depressive Symptome zu lindern
Ängste und Depressionen - keine Seltenheiten. (Bild: Free-Photos)
WOCHENBLATT
Redaktion

Köln – Ängste und Depressionen sind – laut Mitteilung des Deutschen Gesundheitsportals (DGP) – bei chronisch Erkrankten keine Seltenheiten; auch nicht bei Patienten mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Doch wie können diese gelindert werden?

Wissenschaftler aus China führten, so das DGP weiter, einen systematischen Review und eine Meta-Analyse durch, in der sie untersuchten, ob die Standardbehandlung von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) neben den Krankheitssymptomen auch Ängste und Depressionen zu lindern vermag.

Die Wissenschaftler durchsuchten „PubMed“ und „Web of Science“ systematisch nach geeigneten Studien, die bis März 2020 veröffentlicht wurden. Sie fanden insgesamt 16 Studien, die ihren Ansprüchen genügten und in die Meta-Analyse eingeschlossen wurden.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass sich Depressionen signifikant reduzierten, wenn die Patienten die Standard-CED-Behandlung bekamen – und zwar ganz ohne psychologische Interventionen. Bezüglich Ängsten konnten die Wissenschaftler jedoch keine Unterschiede zwischen der Bewertung zu Beginn und der Bewertung zum Ende der Therapie feststellen.

Die Standardbehandlung von CED schien somit depressive Symptome bei CED-Patienten lindern zu können. Die Autoren der Studie weisen jedoch darauf hin, dass weitere Forschung erforderlich ist, um die hier dargestellten Ergebnisse zu bestätigen und zu analysieren.