Bei den WTT-Cup-Finals gehen auch TTF-Akteure an die Tische

Bei den WTT-Cup-Finals gehen auch TTF-Akteure an die Tische
Auch Simon Gauzy ist international im Einsatz. (Bild: Dr. Stephan Roscher)
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Redaktion

Ochsenhausen – Wer gedacht hatte, dass nach der WM in Houston – aus Ochsenhauser Sicht waren besonders die tollen Auftritte von Kanak Jha erwähnenswert – etwas Ruhe und Beschaulichkeit einkehren würde, hat sich getäuscht.

Der WTT-Terminplan ist – laut TTF-Vereinsmitteilung – gnadenlos und es gibt immer neue Events mit der Aussicht für die Teilnehmer auf gute Preisgelder und viele Weltranglistenpunkte, bevor es für die TTF Liebherr Ochsenhausen am 12. Dezember mit dem Topspiel gegen Düsseldorf in der Tischtennis-Bundesliga weitergeht.

Stolzes Preisgelder ausgelobt

Vom 4. bis 7. Dezember steigen in Singapur – Schauplatz ist die 3000 Zuschauer fassende OCBC Arena – die WTT-Cup-Finals. Das hochkarätig besetzte Turnier ist mit insgesamt 600.000 US-Dollar an Preisgeldern dotiert, es stehen also nicht gerade nur „Peanuts“ im Raum.

Als einziger aktueller TTF-Profi konnte sich Simon Gauzy als Weltranglisten-18. für das herausragende Event qualifizieren, bei dem jeweils 16 internationale Topleute bei den Herren und Damen – es gibt weder Doppel-Wettbewerbe noch ein Mixed – nach dem K.o.-System ihre Kräfte messen.

Gauzy muss am Sonntag ran

Gauzy trifft am Sonntag zum Auftakt auf den Hongkong-Chinesen Wong Chun Ting. Der 30-jährige Penholder-Spieler ist – so die TTF weiter – im Weltranking drei Plätze hinter Gauzy eingestuft. Nimmt der TTF-Franzose die Hürde, geht es Viertelfinale gegen den Gewinner des Matche zwischen Mattias Falck (Schweden) und Tomokazu Harimoto (Japan).

Falck, der in der Bundesliga für Werder Bremen aufschlägt, ist frischgebackener Weltmeister im Doppel und aktuelle Nummer elf der Welt, der 18-jährige Harimoto sechs Plätze höher eingestuft und sicher – zumindest im Einzel – der gefährlichere Spieler.

Ex-Ochsenhausener zählt zum Favoritenkreis

Zu erwähnen sei auch Hugo Calderano, nach der WM sogar auf Platz vier der Weltrangliste einsortiert, der besten Platzierung seiner bisherigen Karriere. Der 25-Jährige lebt und trainiert nach wie vor in Ochsenhausen und sei somit weiterhin auf eine ganz spezielle Art Ochsenhauser und den TTF natürlich eng verbunden.

Calderano ist in Singapur direkt hinter Weltmeister Fan Zhendong an Position zwei gesetzt und will zeigen, weshalb er so weit oben in der Bestenliste des Welttischtennis steht. Von Losglück könne er aber trotz der herausragenden Setzposition nicht sprechen. Am Sonntag muss er in der 1. Runde, gleichbedeutend mit dem Achtelfinale, gleich gegen den Weltklasse-Chinesen Lin Gaoyuan an den Tisch.

Hohe Hürde zu meistern

Lin ist aktuell zwar auf Position sieben des internationalen Rankings zurückgefallen, aber jederzeit brandgefährlich. Also eine extrem hohe Hürde für den Brasilianer, der im Erfolgsfall im Viertelfinale gleich auf den nächsten Top-Chinesen treffen könnte. Liang Jingkun (Weltranglistenrang acht) wäre ein heißer Kandidat.