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Wilhelma Stuttgart: Waldhund Timido flirtet mit neuer Gefährtin

 „Die beiden waren sofort ein Herz und eine Seele“. Qamilla heißt die achtjährige Waldhunddame aus Belgien, die seit kurzem dem Rüden Timido in der Wilhelma Gesellschaft leistet.

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Waldhundrüden sind fürsorgliche Väter, die in freier Wildbahn Nahrung herbeischaffen, um die Mutter und die Jungtiere zu versorgen.
Waldhundrüden sind fürsorgliche Väter, die in freier Wildbahn Nahrung herbeischaffen, um die Mutter und die Jungtiere zu versorgen. (Bild: Wilhelma/Lisa-Marie Grimmer)

Qamilla heißt die achtjährige Waldhunddame aus Belgien, die seit kurzem dem Rüden Timido in der Wilhelma Gesellschaft leistet. Bislang hatte Timido mit seinem Zwillingsbruder Amaru zusammengelebt. Der ist leider gestorben. Ob es Nachwuchs gibt bleibt offen.

 „Die beiden waren sofort ein Herz und eine Seele“, sagt Zoologin Ulrike Rademacher. „Sogar beim Laufen suchen sie Körperkontakt.“ Die Tierpfleger sind froh, dass die Vergesellschaftung so problemlos funktioniert: Waldhunde sind sehr soziale Wesen und nicht gerne allein.

Waldhunde haben Schwimmhäute

Waldhunde stammen aus dem nördlichen Teil des südamerikanischen Kontinents und leben – wie der Name schon sagt – in Wäldern, aber auch in Feuchtsavannen. Hauptsache ist, es gibt Wasser in der Nähe. Die kaffeebraunen Rudeltiere sehen aus wie eine kuriose Mischung verschiedener Tierarten: Sie haben den gedrungenen Körper und die kurzen Beine eines Dachses, das Gesicht ähnelt einem Marder oder einem jungen Bären – und zwischen den Zehen haben die Waldhunde Schwimmhäute.

Es gibt nur noch rund 15.000 Tiere

Sie können ausgezeichnet schwimmen und tauchen, was sie bei der gemeinsamen Jagd gerne einsetzen. Die Beute wird ins Wasser getrieben, wo die Waldhunde klar im Vorteil sind. Trotz ihres großen Verbreitungsgebiets gelten sie als potenziell gefährdet, da ihnen der Lebensraum mehr und mehr genommen wird – nach Schätzungen gibt es in Südamerika nur noch etwa 15.000 Tiere.

Die neue Windhündin Qamilla in der Wilhelma.
Die neue Windhündin Qamilla in der Wilhelma. (Bild: Wilhelma/Lisa-Marie Grimmer)

Vorsorgliche Väter

Der Familiensinn der Waldhunde zeigt sich auch bei der Jungenaufzucht. Waldhundrüden sind fürsorgliche Väter, die in freier Wildbahn Nahrung herbeischaffen, um die Mutter und die Jungtiere zu versorgen. Diesen Part übernehmen in der Wilhelma natürlich die zuständigen Tierpfleger.

Ob Timido und Qamilla in ihrem betagten Alter noch für Waldhund-Nachwuchs im Zoologisch-Botanischem Garten sorgen, bleibt abzuwarten. Doch das ist zweitrangig: „Es ging in erster Linie darum, dass unser Rüde nicht mehr alleine ist“, so Ulrike Rademacher.

(Quelle: Wilhelma)

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Transparenz

Erstmals veröffentlicht
16.08.2023, 16:47 Uhr

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