Bühne frei für kleine Stars Süddeutsche Hengstkörung für Pony-, Kleinpferde- und Spezialpferderassen in Marbach

Mit dem Titel Prämienhengst dürfen sich künftig die Shetland-Hengste kleiner 87 cm Elmhorst Indian v. Elmhorst Irish Coffee und Rapp-Tigerschecke Bayerns Dusty v. Bayerns Duke (Züchter Reinhard und Sophie Stumhofer; Aussteller Lea Rodi) schmücken.
Mit dem Titel Prämienhengst dürfen sich künftig die Shetland-Hengste kleiner 87 cm Elmhorst Indian v. Elmhorst Irish Coffee und Rapp-Tigerschecke Bayerns Dusty v. Bayerns Duke (Züchter Reinhard und Sophie Stumhofer; Aussteller Lea Rodi) schmücken. (Bild: Pferdezuchtverband Baden-Württemberg e.V.)

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Die Süddeutsche Hengstkörung für Pony-, Kleinpferde- und Spezialpferderassen fand in diesem Jahr bereits zum elften Mal im rotierenden System statt und war vergangenen Samstag zu Gast im Haupt- und Landgestüt Marbach.

Der fachkundigen Körkommission bestehend aus Klaus Biedenkopf (Züchtervertreter Pony- und Pferdezuchtverband Hessen), Beatrice Große-Freese (Zuchtleiterin Bayerischer Zuchtverband Pony- und Spezialrassen), Sabine Schoch (Vertreterin der Kleinpferdezüchter im Vorstand des PZV Baden-Württemberg), Manfred Weber (Zuchtleiter Kleinpferde/Kaltblut, Kompetenzzentrum Pferd Baden-Württemberg) sowie Edwin Schuster (Vorsitzender des PZV Baden-Württemberg) wurden in der Gruppe der Sportponys sieben Hengste zur Körung vorgestellt.

Hiervon wurden drei Hengste gekört. Der Sieg in dieser Gruppe ging an First Class Royal King v. Crown Charm of Royal aus der Zucht des Pferdehof Paasch. Dieser überaus gelungene junge Mann wurde ausgestellt von Anna Eberlein aus Markgröningen. Er wurde besonders für sein ideales Maß, für seine gute Dreiteilung, sein tolles Interieur und seine Vorsicht am Sprung gelobt. Die Körkommission bemängelte seine Hufe und gab hier den Tipp mit auf den Weg, den Ponyhengst beim Schmied vorzustellen.

Um die Süddeutsche Anerkennung bewarben sich in dieser Gruppe vier Kandidaten, alle wurden anerkannt. Zum Sieger der süddeutsch anerkannten Hengste avancierte der bereits in Bayern als Prämienanwärter herausgestellte Vegas Vetter Veltin. Der 2018 geborene New Forrest Hengst v. Veritas wurde bei Martina Böttcher geboren, Ausstellerin war Simone Reiner. Er war der einzige New Forrest Vertreter in diesem Jahr und fiel durch seine reellen Grundgangarten, die groß angelegte Galoppade und das souveräne und vermögende Springen und seine tolle Einstellung auf.

Bei den Spezialrassen stellten sich zwei Criollos sowie ein Kinsky Pferd der Kommission vor. Diese sprach McKinsky v. Quantar MD, dem fuchsisabellen Hengst, das positive Körurteil aus. Zudem wurde er Siegerhengst seiner Gruppe. Die züchterische Entscheidung traf Jana Jungingerova, ausgestellt wurde der Kinksy von Tanja Heckmeier. Sein Vater Quantar MD ist ein Sohn des Quaterback. Der Einsatz von Sportpferden ist in der Kinskyzucht zur Veredlung zugelassen.

In der Gruppe der Robustponys wurden neun Anwärter vorgestellt, fünf Hengste wurden gekört, zwei der Bewerber dürfen zukünftig den Titel Prämienhengst tragen. Süddeutsch gekört wurden die beiden Welsh A Hengste Anluc Lollipop v. Leandro, Züchterin und Beschickerin Kristine Lehmann, und Leybucht Gold Star v. Synod Gold Flake aus der Zuchtgemeinschaft Siemers, ausgestellt durch Artur Nieberle. Ebenfalls ein positives Urteil erhielt der Shetland-Hengst Prince P.v. Ruimzicht, abstammend v. Kenwood v. Gelre. Die Anpaarungsentscheidung hatte A.C. Torn Broers aus den Niederlanden getroffen, vorgestellt wurde er hier von Adrian Bloß.

Mit dem Titel Prämienhengst dürfen sich künftig die Shetland-Hengste kleiner 87 cm Elmhorst Indian v. Elmhorst Irish Coffee und Rapp-Tigerschecke Bayerns Dusty v. Bayerns Duke (Züchter Reinhard und Sophie Stumhofer; Aussteller Lea Rodi) schmücken. Dieser kleine Star war im Galopp vor Freude über die große Halle kaum zu stoppen. Der Rapp-Isabell-Schecke Elmhorst Indian war zudem Siegerhengst der Robustponyhengstge. Der 83 cm große Mini-Shetlandhengst mit dem tollen Langhaar wurde von seinem Züchter Stephan Elmer ausgestellt.

Bei den Robustrassen bewarben sich drei Hengste um die Süddeutsche Anerkennung und sind für die Verbände der AG DSP im Hengstbuch I anerkannt. Es handelte sich hierbei um den Classicponyhengst Kuno von Warfen v. Keno (Züchter: Otto Otten, Aussteller: Martin Baur), um Neville v.d. Alloyse Hoeve v. Walter van’t Kleine Weitje (Züchter: Alloyse Hoeve/ Aarts-Bos (NL), Aussteller: Christian Bloß) sowie um Gerry Black v. Godfried van de Groote Woerd (Züchter: Arno Löser, Aussteller: Ramona Enz). Der bereits leistungsgeprüfte Rapp-Schecke Neville v.d. Alloyse Hoeve darf sich zusätzlich zu seiner Anerkennung über den Titel Prämienhengst freuen. Er hatte seine Körung in Sachsen bereits erfolgreich absolviert.

(Pressemitteilung: RJ Vera Penkwitt, Pferdezuchtverband Baden-Württemberg e.V.)