Zollbehörden machen immer wieder unglaubliche Funde am Körper der Schmuggler. Ein 50-jähriger Italiener stellte jetzt einen traurigen Rekord auf. Er hatte 111 Bodypacks – gefüllt mit Kokain – geschluckt.
Der Mann ging dem Kölner Zoll auf einem Rastplatz an der A 3 in die Falle. Er saß in einem Reisebus und war auf dem Weg von Amsterdam nach Venedig. Bei der Überprüfung aller Fahrgäste und deren Gepäck fiel der 50-jähriger Italiener den Beamten auf.
Drogenwischtest fällt positiv aus
Aufgrund widersprüchlicher Angaben zu seiner mehrtägigen Reise, seinem nervösen Verhalten und dem auffallend geringen Gepäck wurde an den Handinnenflächen des Mannes ein Drogenwischtest durchgeführt, welcher positiv auf Kokain reagierte, so der Zoll.
Die Röntgenaufnahme in einem nahegelegenen Krankenhaus bestätigte letztendlich den Verdacht. Der komplette Magen-Darm-Trakt des Italieners war voll mit Drogenpäckchen, sogenannten Bodypacks. In der Größe und Form sind diese mit Datteln vergleichbar.

Lebensgefährliche Aktion
Nach dem Ausscheiden der Drogen war klar. Der Mann hatte 111 gefüllte Bodypacks geschluckt, heißt es weiter. „Rund 1,3 Kilogramm Kokain versteckt im Körper ist für uns ein neuer trauriger Rekord. Das Risiko beim Körperschmuggel ist enorm. Wenn nur ein Päckchen im Körper aufgeht, ist das Leben des Mannes nicht mehr zu retten, selbst wenn ein Arzt direkt danebensteht“, so Jens Ahland, Pressesprecher des Hauptzollamts Köln.
Am 18. Juli 2025 wurde der Mann vom Landgericht Bonn zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt.
Ein ähnlich gelagerter Fall ereignete sich am 3. Juli 2025. Hier wurden Bahnreisende am Hauptbahnhof Köln kontrolliert. Unter ihnen waren auch zwei Frauen im Alter von 64 und 42 Jahren. Mutter und Tochter gaben an, sich auf der Rückreise von einem Kurzurlaub in Aachen nach Ulm zu befinden.
Heroin in Kondomen verpackt in die Scheide geschoben
Bei beiden Frauen reagierte ein Drogenwischtest an den Händen positiv auf Kokain. Dies führte zu einer genaueren Überprüfung in der Wache der Bundespolizei am Hauptbahnhof.
„Nachdem in der Jacke der 64-Jährigen knapp sechs Gramm Heroin in einer kleinen Dose gefunden wurden, gestanden beide Frauen, eine größere Menge Heroin in Kondome verpackt und diese vaginal eingeführt zu haben. Insgesamt hatten Mutter und Tochter fast 140 Gramm Heroin im Körper geschmuggelt. Auch das ist ein Novum für den Kölner Zoll und – wie jede Art von Körperschmuggel – extrem gefährlich“, so Ahland weiter.
(Quelle: Zoll Köln)