U21 der HSG Konstanz auf der Suche nach Leichtigkeit und Spielfreude

Mats Krawietz im Spiel gegen Helmlingen.
Mats Krawietz im Spiel gegen Helmlingen. (Bild: André Frensel)

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Nach einem völlig gebrauchten Tag zuletzt gegen Helmlingen geht es für die U21 der HSG Konstanz am Samstag zum HTV Meißenheim. Dort möchte die junge Drittliga-Reserve ihre Leichtigkeit und Spielfreude wiederfinden.

In der Verfassung vom letzten Wochenende ist die U21 der HSG Konstanz weit davon entfernt, einer der Favoriten auf den Aufstieg und die Rückkehr in die Oberliga zu sein. „Wir wollen einfach Handball spielen und Spaß haben“, gibt Trainer Vitor Baricelli das Motto für die letzten Wochen vor der Spielpause vor.

An höhere Ziele oder vermeintliche Favoritenrollen, in die sein blutjunges Team immer wieder gesteckt wird, verschwendet der Brasilianer keine Gedanken. Nicht alles war schlecht gegen Helmlingen, eines aber ganz besonders: Die Anzahl der Fehlwürfe.

Trotz 37 erzielter Tore verzeichneten die HSG-Talente stattliche 31 am vergangenen Sonntag. Rekordverdächtig. „Damit kann man kein Spiel gewinnen“, weiß Baricelli. „Verrückt, dass wir damit trotzdem noch 37 Tore werfen.“

Trotz vieler krankheitsbedingter Ausfälle in der Trainingswoche geht der 28-Jährige positiv in das nächste Auswärtsspiel beim HTV Meißenheim. Mehr Ruhe verordnet er seinem Team, das nicht das Selbstvertrauen nach einem Fehler oder Fehlwurf verlieren dürfe.

„Wir dürfen dann nicht alles kaputt machen“, fordert der angehende EHF-Mastercoach. Bei seinen Schützlingen war vor der Reise in die Ortenau das Gefühl zu vernehmen, dass „wir zeigen wollen, dass wir einen anderen Handball spielen können. Etwas Wut im Bauch und Ärger ist da.“

Dies gilt es richtig zu kanalisieren um sich auf den nächsten harten Kampf bei einem wie immer bis in die Haarspitzen motivierten Gegner vorzubereiten. Baricelli: „Wir müssen immer im Moment bleiben und dürfen nicht zu viel überlegen.“

Dass seine Mannschaft ganz anders kann, hat sie bereits bewiesen. Dass bei so jungen Auswahlen Hochs und Tiefs in besonders starker Ausprägung eingepreist sind, auch das ist bei den Konstanzern jedem klar. Eine Wiederholung des letzten Auftritts soll es allerdings unter keinen Umständen noch einmal geben. Schließlich ist der Ehrgeiz von Trainerteam und Mannschaft nach wie vor ungebrochen. Aktuell zählt aber bei allen Zielen und Wünschen nur eins: Spaß am Handball haben. Dann kommt auch der Rest wieder von ganz alleine.

(Vereinsmitteilung: Andreas Joas / HSG Konstanz)