OB Beck: „Beste Nachricht seit langem“ Gartenschau 2031 kommt nach Tuttlingen

Gartenschau 2031 kommt nach Tuttlingen
Naturnahes Grün statt betoniertem Kanal: Die Umgestaltung der Donau im Bereich des „Schlauchs“ beim Koppenland ist Teil des Donaukonzepts, das nun in die Gartenschau einfließt. (Bild: Stadt Tuttlingen)
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Tuttlingen wird die Gartenschau 2031 ausrichten. Dies teilte das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz mit. Tuttlingen bekam kurzfristig diese Gelegenheit, weil die für 2031 vorgesehene Stadt Bretten abgesprungen ist. Die Tuttlinger Gartenschau wird sich entlang der Donau abspielen – in den Bereichen, die ohnehin in den kommenden Jahren umgestaltet werden. Für dieses bereits gestartete Projekt hat die Stadt nun die Chance, besser an Zuschüsse zu kommen.

„Das ist die beste Nachricht für unsere Stadt seit langem“, so OB Michael Beck am Donnerstag. „Die Gartenschau wird einen kräftigen Schub für die Innenstadtentwicklung und die Lebensqualität in Tuttlingen bringen. Mit den Vorbereitungen legen wir gleich heute los.“

Thema der Tuttlinger Gartenschau wird die naturnahe Umgestaltung der Donau in der Stadt sowie die bessere Verbindung der angrenzenden Quartiere an den Fluss sein. Die Neugestaltung des Donauschlauchs und der Elta-Mündung werden ebenso dazu gehören wie die Verbindung von Stadtgarten und Donau, die Anpassung des Donauparks an den abgesenkten Donaupegel, die Neugestaltung des südlichen Donauufers und auch der naturnahe Umbau des Flusses im Bereich Ludwigstal.

„All diese Maßnahmen stehen ohnehin auf unserer Tagesordnung“, so OB Michael Beck, „jetzt haben wir die Chance, sie noch besser umzusetzen.“ Aus diesem Grund stehen auch schon rund 11 Millionen Euro in der städtischen Finanzplanung bis 2029. Teile des Gesamtpakets – zum Beispiel der Flussumbau im Ludwigstal – werden ohnehin komplett vom Land bezahlt.

„Diese Gartenschau ist solide finanziert – wir können sie uns trotz kritischer Haushaltslage leisten“, so Beck weiter. Und nicht nur das: Tuttlingen hat durch den Zuschlag nun auch die Chance, einfacher an Fördermittel des Landes zu kommen. Gartenschau-Städte werden nämlich bei diversen Programmen des Landes bevorzugt behandelt. Abgesehen davon gibt es für die Gartenschau auch eine Extra-Förderung im Millionenbereich. Aus diesen Gründen ist sich Beck auch sicher, dass das Rahmenprogramm für das Gartenschau-Jahr bezahlbar ist. „Wir setzen hier viel auf Bewährtes, werden bekannte Tuttlinger Formate auf die Gartenschau umswitchen und wollen auch sehr stark lokale Akteure zum Mitmachen animieren.“

Die Gartenschau 2031 ist nicht die erste, die Tuttlingen ausrichtet. Bereits 2003 wurde im Rahmen einer Gartenschau der Donaupark angelegt und mit dem Gartenfest „Trilogie“ gefeiert. 2018 bewarb Tuttlingen erneut um eine Gartenschau. Diese Bewerbung war seinerzeit aber nicht erfolgreich. Ein Grund war unter anderem der damals noch schwelende Konflikt zwischen Stadt und Land wegen des Donauaufstaus – ein Konflikt, der inzwischen dank eines zusammen mit der Bürgerschaft ausgearbeiteten Kompromisses beigelegt wurde. Viele der für die Bewerbung entwickelten Ideen flossen aber nach der Absage in das neue Konzept zur Donauentwicklung ein, das nun die Grundlage für die Gartenschau 2031 bildet.

Dass Tuttlingen nun die Chance bekam, liegt am Rückzug der Stadt Bretten. Dort hatte sich herausgestellt, dass wichtige Grundstücke für einen geplanten Park nicht verfügbar waren. Auch eine Straße, die Teil des dortigen Konzepts war, konnte nicht realisiert werden. Daraufhin fragte Landwirtschaftsminister Peter Hauk bei verschiedenen Städten nach, die sich während der letzten Jahre um Gartenschauen beworben hatten, bislang aber nicht zum Zuge kamen. Für Tuttlingen sprach letztlich, dass die Stadt nicht bei Null anfangen muss, sondern eine bereits fertige Planung vorlegen konnte, von der erste Teile auch schon in diesem Jahr umgesetzt werden.

(Quelle: Stadt Tuttlingen)