Vermeintlicher Tötungsdelikt in Meßkirch entpuppt sich als Lüge

Autor
Ein Jäger vernimmt einen Schuss, der nicht von ihm kommt. Wenig später findet er ein Einschussloch an seinem Wohnmobil. Was nach einer Horrorgeschichte klingt, ist tatsächlich frei erfunden.
Nach einem Schuss auf ein Wohnmobil in einem Waldgebiet bei Meßkirch am vergangenen Freitagnachmittag, hatte die Kriminalpolizei die Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts aufgenommen.
Ein Jäger hatte geschildert, dass er zunächst am Waldrand in seinem Wohnmobil geschlafen habe und anschließend in einem von ihm angepachteten Waldstück auf die Jagd gegangen sei. Hierbei habe er einen Schuss gehört, der nicht von ihm stamme.
Bei seiner Rückkehr am Wohnmobil stellte er dann ein Einschussloch fest.
Jäger hatte selbst versehentlich abgedrückt
Wie der 50-jährige ausländische Mann im Laufe der ersten Ermittlungen schnell einräumen musste, war der Sachverhalt frei erfunden. Offensichtlich hatte sich der Schuss aus Versehen gelöst. Der verwendete Wechsellauf des Gewehrs war dabei nicht ordnungsgemäß in seiner Europäischen Waffenkarte eingetragen.
Den Jäger erwarten nun Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und wegen Vortäuschens von Straftaten. Zur Sicherung des Verfahrens musste er bei den Beamten einen vierstelligen Betrag hinterlegen, zudem wurde der Wechsellauf sichergestellt.
(Quelle: Polizeipräsidium Ravensburg)
Schlagwörter
WOCHENBLATT bei Google bevorzugen
Was bedeutet das?Transparenz
- Erstmals veröffentlicht
- 17.12.2023, 11:29 Uhr



