Die Neugestaltung der Karlstraße in Sigmaringen beginnt am 14. September. Bis voraussichtlich Frühjahr 2028 wird die Straße umfassend saniert.
Die geschichtsträchtige Karlstraße, auch als „Beamten- oder Zylinderstraße“ bezeichnet, prägt mit ihren historisch relevanten Bauwerken das Stadtbild der Kreisstadt. Mit der Baumaßnahme sollen sowohl ihre Funktion als auch ihre Gestaltung und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum verbessert werden.
Am Montag, 14. September 2026, beginnen die Arbeiten und damit die größte innerstädtische Baumaßnahme der kommenden Jahre. Vorgesehen ist ein vollständiger Ausbau der Karlstraße einschließlich einer Erneuerung der gesamten Ver- und Entsorgungsinfrastruktur.
Versorgungsleitungen werden erneuert
Neben sämtlichen Versorgungsleitungen werden auch die Anbindungen der angrenzenden Gebäude erneuert. Insbesondere die historischen Landesgebäude sollen an das Fernwärmenetz der Stadtwerke angeschlossen werden.
Die Umsetzung erfolgt in drei Abschnitten. Den Anfang macht der Bereich der Kreuzung Hedinger Kirche. Der erste Bauabschnitt reicht von dort bis auf Höhe des Finanzamts. Im zweiten Abschnitt folgen die Arbeiten vom Finanzamt bis zum Bereich der Polizei, bevor im dritten Abschnitt der Bereich zwischen Polizei und Leopoldplatz an der Reihe ist.
Durch diese Aufteilung soll die Belastung für Anwohner, Gewerbetreibende und Verkehrsteilnehmer während der Bauzeit möglichst gering gehalten werden.
Verkehr wird während Bauzeit umgeleitet
Während der Arbeiten wird der Verkehr über die Hedinger Straße und die Josefinenstraße umgeleitet. Die Zufahrt zur Badstraße bleibt größtenteils möglich. Das gilt insbesondere für die Erreichbarkeit des Recyclinghofs. Die Stadt bittet um Verständnis für die mit der Baumaßnahme verbundenen verkehrsbedingten Einschränkungen.
Das neue Gesamtkonzept berücksichtigt die unterschiedlichen Anforderungen von Fußgängern, Radfahrern, dem öffentlichen Personennahverkehr, dem ruhenden Verkehr und dem Individualverkehr. Gleichzeitig soll die über die vergangenen Jahrzehnte verloren gegangene Aufenthaltsqualität der Karlstraße wieder gestärkt werden.
Mehr Bäume und Grünflächen geplant
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf klimaangepassten und biodiversitätsfördernden Maßnahmen. Vorgesehen sind zahlreiche neue Baumstandorte, großzügige Grün- und Pflanzbeete sowie entsiegelte Flächen. Standortgerechte und insektenfreundliche Bepflanzungen sollen die biologische Vielfalt im innerstädtischen Raum fördern.
Die zusätzlichen Grünflächen sollen zugleich für mehr Verschattung sorgen, das Mikroklima verbessern und zu einem nachhaltigen Regenwassermanagement beitragen. Während der Bauzeit wird zudem ein Spielsandhaufen eingerichtet, der Kindern eine Möglichkeit zum Spielen bietet.
Die Neugestaltung der Karlstraße wird im Rahmen des NKK-Förderprogramms unterstützt. Die Stadt will damit einen Beitrag zu einer nachhaltigen, klimaresilienten und lebenswerten Stadtentwicklung leisten.
Nach Abschluss der Arbeiten soll die umfassend erneuerte Karlstraße den Anforderungen einer modernen Innenstadt entsprechen und sich als attraktiver, grüner und funktionaler Teil der Sigmaringer Innenstadt präsentieren.
(Quelle: Stadtverwaltung Sigmaringen)