Lilia Herber und Anita Käppeler, Mitarbeiterinnen des diakonischen Unternehmens Mariaberg e.V. mit Sitz in Gammertingen, haben die Ausbildung zur Beraterin für gesundheitliche Versorgungsplanung (GVP) abgeschlossen. Mariabergs Vorstand Lars Kehling und Diakonin Renate Nottbrock übergaben den beiden frisch gebackenen Beraterinnen ihre Zertifikate.
Die Weiterbildung zur GVP-Beraterin, die nach § 132g SGB V durchgeführt wird, vermittelt umfassende Fachkompetenz in den Bereichen Medizin, Pflege, Ethik und Recht sowie personal- und sozialkommunikative Kompetenz. Die Teilnehmer werden auch in der Planung, Bearbeitung und Dokumentation des Beratungsprozesses geschult.
Die Berate können in Pflegeheimen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe tätig sein. Dort regen sie einen Dialogprozess über das Leben und Sterben zwischen Bewohnern, Nahestehenden sowie Ärzten und Heimmitarbeitern an. Die Aufgaben liegen in der Moderation dieser ethischen Fallgespräche über das Leben und Sterben, dem Berücksichtigen der Wünsche und Vorstellungen der Klienten der Beratung zu medizinisch-pflegerischen, psychosozialen und seelsorgerlichen Maßnahmen sowie in der Unterstützung bei der Entscheidungsfindung für Behandlungen, Versorgung und Pflege. Der Wille, oder der gemeinsam ermittelte mutmaßliche Wille der Bewohner bezogen auf die letzte Lebensphase, wird von ihnen für alle verbindlich kommuniziert und dokumentiert.
„Mit der erfolgreichen Zertifizierung von Lilia Herber und Anita Käppeler haben wir nun neben Diakonin Renate Nottbrock zwei weitere qualifizierte Fachkräfte in diesem wichtigen Bereich der Gesundheitsversorgung. Ihre Arbeit wird einen bedeutenden Beitrag dazu leisten, dass die Klient*innen des Mariaberg e.V. in ihrer letzten Lebensphase mit Respekt, Würde und der bestmöglichen Unterstützung begleitet werden“, erklärte Lars Kehling.
Die Weiterbildung zur GVP-Beraterin ist eine wertvolle Erweiterung des Angebots für die Klienten des Mariaberg e.V. Die beiden Beraterinnen sollen mit ihrer Arbeit dazu beitragen, dass unnötige Krankenhauseinweisungen und nicht erwünschte Behandlungen vermieden werden können, unsere Klient*innen aber auch die medizinische Versorgung, die sie benötigen und wünschen, bekommen. Außerdem dient sie dazu Fehlinformationen im Notfall, in Krisensituationen oder im Sterbeprozess zu reduzieren und unterstützt die Angehörigen und gesetzlichen Betreuenden der Betroffenen in Entscheidungsprozessen. Ziel ist es, den Bewohnern zu ermöglichen, selbst über Behandlungs-, Versorgungs- und Pflegemaßnahmen und den spirituellen Rahmen in der letzten Lebensphase zu bestimmen.
(Pressemitteilung: Mariaberg e.V.)