Geistliche Rüstzeit für Menschen mit Behinderungen

Geistliche Rüstzeit für Menschen mit Behinderungen
Dem Himmel ganz nah: Die Menschen aus dem diakonischen Sozialunternehmen Mariaberg e.V. waren sehr dankbar für die Möglichkeit, zur Geistlichen Rüstzeit zu fahren. (Bild: Mariaberg e.V.)
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Im September ging es für fünf Tage für 24 erwachsene Menschen mit Beeinträchtigungen des diakonischen Sozialunternehmens Mariaberg e.V. nach Viktorsberg in Österreich zur Geistlichen Rüstzeit.

Diese Freizeit hat eine lange Tradition – im nächsten Jahr wird das 20-jährige Jubiläum dieser Aktion gefeiert.

Ziel der jährlich stattfindenden Geistlichen Rüstzeit ist es, Kraft zu schöpfen und Gottes Botschaft zu erleben. Die Zeit außerhalb des Alltags in Wohngruppen, Werkstatt und Betreuungsangeboten ermöglicht es, miteinander unterwegs zu sein, Freude zu haben am Miteinander, gemeinsam zu singen, beten und feiern. Die angenehme Atmosphäre des Hotels und die wunderschöne Vorarlberger Landschaft tun ein Übriges dazu, dass die Teilnehmenden sich öffnen können für Sinn und Tiefe des Lebens. Die Tage sind daher stets eine große Bereicherung für alle Teilnehmenden. Pfarrerin Bärbel Danner, Diakonin Renate Nottbrock organisierten und begleiteten die Rüstzeit. Unterstützt werden sie dabei von einem Team von Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen.

Dieses Jahr stand die Rüstzeit unter dem Schwerpunktthema „Engel“. Neben Gebeten und Andachten gab es ein vielfältiges Programm mit Spaziergängen, Wanderungen, Basteln und Ausflügen.

Die Kosten für die Rüstzeit übernehmen die Menschen mit Behinderungen in der Regel selbst. Damit niemand ausgeschlossen wird, der gerne an der Rüstzeit teilnimmt aber nicht über die nötigen Mittel verfügt, förderte die Lechler Stiftung die Rüstzeit mit einer Summe in Höhe von 5.000 EUR. Außerdem wurde das Gottesdienstopfer des Mariaberger Tags für die Geistliche Rüstzeit eingesetzt.

Die Unternehmerfamilie Lechler fördert seit 1875 kirchliche und soziale Einrichtungen und Projekte. Diese wohltätige Tradition geht zurück auf den christlich geprägten und sozial engagierten Unternehmer Paul Lechler (1849-1925). Sein Sohn Paul Lechler jun. gründete 1928 die Lechler Stiftung, um das soziale Engagement seines Vaters fortzuführen. Die Stiftung fördert gemeinnützige Vereine und Einrichtungen, schwerpunktmäßig im Raum Stuttgart und im Kreis Reutlingen.

Der Mariaberg e.V. ist ein diakonisches Unternehmen für soziale Dienste mit Angeboten für Menschen mit Behinderung und sozialer Benachteiligung vom Kindes- bis zum Seniorenalter. Die Einrichtung wurde bereits im Jahr 1847 von dem Uracher Amtsarzt Dr. Carl-Heinrich Rösch gegründet. Mit rund 1.750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kümmern sich die Einrichtung um rund 3.000 Menschen in der Region.

(Pressemitteilung: Mariaberg e.V.)