Ein Blockhaus in Ringgenbach zeigt am Sonntag, 6. September, wie moderner Holzbau funktioniert. Besucher erfahren dabei mehr über Holz und Klimaschutz.
Ab 13 Uhr können Interessierte das vollständig aus Holz errichtete Haus von Stefan Strigel besichtigen. Ein solches Gebäude ist im Landkreis Sigmaringen noch eine Besonderheit und bietet die Möglichkeit, die Bauweise und den Einsatz des nachwachsenden Rohstoffs unmittelbar kennenzulernen.
Um 14 Uhr erläutert Stefan Strigel in einem Vortrag den Bauprozess. Dabei geht er auf die Gewinnung und Verwendung des Rohstoffs Holz ein und gibt Einblicke in die Bauweise, die verwendeten Materialien und die Besonderheiten eines vollständig aus Holz errichteten Hauses.
Holz speichert Kohlenstoff langfristig
Wer mit Holz baut, leistet einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Während ihres Wachstums nehmen Bäume CO₂ aus der Atmosphäre auf und speichern den Kohlenstoff im Holz. Wird daraus ein langlebiges Gebäude errichtet, bleibt dieser Kohlenstoff über Jahrzehnte, oft sogar über Generationen hinweg gebunden.
Ein Blockhaus wirkt damit wie ein langfristiger Kohlenstoffspeicher. Zugleich kann Holz Baustoffe ersetzen, deren Herstellung deutlich energieintensiver ist.
Gerade im Vergleich zu Stein oder Beton ist Holz als Baustoff aus Sicht der Klimabilanz im Vorteil. Seine Verarbeitung benötigt in der Regel weniger Energie. Zudem ist der Rohstoff bei nachhaltiger Waldbewirtschaftung erneuerbar.
Regionales Holz verkürzt Transportwege
Beim Haus in Ringgenbach wurde das Holz regional gewonnen und verarbeitet. Kurze Transportwege stärken zusätzlich die regionale Wertschöpfungskette und verringern die mit dem Bau verbundenen Emissionen.
Die Veranstaltung bietet allen Interessierten die Möglichkeit, Fragen rund um modernen Blockhausbau, Holz als Baustoff und die Bedeutung nachhaltiger Holznutzung zu stellen. Getränke werden auf Spendenbasis angeboten.
Das Blockhaus steht in 88605 Meßkirch-Ringgenbach, Rosenbühl 2/1. Veranstalter ist der Fachbereich Forst des Landkreises Sigmaringen gemeinsam mit Stefan Strigel. Fragen zur Veranstaltung beantworten die Mitarbeitenden des Fachbereichs Forst unter der Telefonnummer 07571 102-2510 und per E-Mail an [email protected]. Weitere Informationen gibt es unter landkreis-sigmaringen.de/waldkalender.
(Quelle: Landkreis Sigmaringen)