Mit der sich ständig ändernden Arbeitswelt Schritt zu halten, beschäftigt auch die Hochschulen. Die Interessen von Studienanfängern wandeln sich im Laufe der Zeit genauso, wie die Anforderungen, der Arbeitgeber an ihre neuen Mitarbeiter. In der Konsequenz müssen Hochschulen, die Inhalte ihrer Studiengänge auf den Prüfstand zu stellen.
An der RWU entstanden aus diesen Überlegungen nun zwei neue Studiengänge: Die Wirtschaftspsychologie startete zum Wintersemester 2024/2025 und hatte auf Anhieb die zweithöchste Anzahl an Bewerbungen unter den Bachelorstudiengängen der RWU. Der englischsprachige Bachelor Mechatronics beginnt zum kommenden Sommersemester. Die Bewerbungsphase dafür hat bereits begonnen.
Wirtschaftspsychologie – Schnittstelle zwischen Mensch und Wirtschaft
Mit der Einführung des Bachelorstudiengangs Wirtschaftspsychologie reagiert die RWU auf den wachsenden Bedarf an Fachkräften, die die psychologischen Aspekte der Wirtschaft verstehen und anwenden können. „Wir setzen dabei den Fokus auf beide Teildisziplinen, auf die Wirtschaft und die Psychologie als eine Art Doppelstudium“, sagt der Studiengangsleiter Professor Dr. Götz Walter. Dies geschehe mit einem hohen wissenschaftlichen Anspruch. Gleichzeitig wolle man zeigen, dass Fächer wie Statistik auch Spaß machen können.
„An der RWU als einer Hochschule für angewandte Wissenschaften stellen wir schnellstmöglich den Bezug zur Praxis und zu späteren Aufgaben her“, so Götz Walter. Mögliche Berufsbilder der Absolventen liegen in den Bereichen Marketing oder Consulting. Auch im Personalwesen werden Wirtschaftspsychologen dringend benötigt.
„An die heutige Arbeitswelt angepasste, reflektierte und realistische Menschenbilder sind in der Wirtschaft notwendig, um Vertrauen zwischen den Unternehmen und ihren Mitarbeiter zu schaffen. Die Wirtschaftspsychologie bildet Fachkräfte aus, die dabei helfen, Mitarbeiter motiviert und langfristig gesund zu halten“, sagt Götz Walter.
Internationalisierung – ein Schritt in die Zukunft
Bereits seit rund 20 Jahren bietet die RWU auch englischsprachige Studiengänge an. Den Anfang machte damals der Master Mechatronics. Heute hat er unter den Masterstudiengängen mit Abstand die meisten Bewerbungseingänge an der RWU. Da lag es auf der Hand, dieses Angebot um einen passenden Bachelor zu ergänzen.
„Der Studiengang vereint Elemente aus der Elektrotechnik, dem Maschinenbau und natürlich aus der Informatik. Damit erfüllt er auch die Interdisziplinarität der heutigen Arbeitswelt“, sagt der Studiengangsleiter Professor Dr. Samuel Vogel. Die Kombination dieser Fächer mache die Absolventen daher besonders attraktiv auf dem deutschen und internationalen Arbeitsmarkt.
Die Organisation des Studiengangs spiegelt das enge Zusammenspiel der verschiedenen Fachgebiete wider. „Die Professoren, die Vorlesungen und Labore, all das kommt aus drei verschiedenen Fakultäten der RWU“, erklärt der Prorektor für Studium und Lehre, Professor Dr. Sebastian Mauser. „Damit ist der Studiengang auch für uns ein neues, aber sicher zukunftsorientiertes Modell“.
Zwei neue Studiengänge für eine starke akademisch-praktische Zukunft
Mit dem Ausbau des englischsprachigen Angebots, das mittlerweile aus vier Bachelor- und drei Master-Studiengängen besteht, unterstreicht die RWU ihre internationale Ausrichtung. „Ein großer Teil unserer Studenten stammt aus der Region, aber mittlerweile kommen rund 20 Prozent aus dem Ausland. Das ist wichtig vor allem für unsere technischen Disziplinen, die bei den deutschen Studienanfängern zurzeit nicht so hoch im Kurs stehen. Aber auch unsere Betriebe vor Ort profitieren von diesem Nachwuchs“, erklärt Professor Dr. Michael Pfeffer.
Mit den beiden neuen Studienangeboten zeigt die RWU, dass sie flexibel auf die Veränderungen im Bildungs- und Arbeitsmarkt reagiert. „Es ist uns gelungen, drei Anforderungen unter einen Hut zu bringen: Die Interessen der Studenten, die Bedarfe der Wirtschaft und unsere Kompetenzen als RWU“, fasst Sebastian Mauser zusammen.
(Pressemitteilung: RWU/ Kathrin Wöhrle)