„Talent im Land“: Junge Schüler aus Weingarten werden von Stiftung gefördert

„Talent im Land“: Junge Schüler aus Weingarten werden von Stiftung gefördert
V.l: Qanita Malahat, Lorenz Springmann, Medina Qullumi. (Bildquelle: Baden-Württemberg Stiftung gGmbH)

Das Stipendienprogramm „Talent im Land“ fördert begabte und engagierte Schüler aus Baden-Württemberg, die auf dem Weg zum Abitur oder der Fachhochschulreife wegen ihrer sozialen Herkunft Hindernisse überwinden müssen. Insgesamt 56 Stipendiaten freuen sich über Unterstützung. 

Dank der Finanzierung der Stiftung Baden-Württemberg, der Josef Wund Stiftung und vier zusätzlichen Stipendien durch die Menold-Bezler Stiftung und die Elisabeth Stiftung konnten diesmal besonders viele Schüler in die Förderung aufgenommen werden. Bereits seit 2003 erhalten junge Menschen im Rahmen des „Talent im Land“(TiL)-Programms Unterstützung.

Die Ausgewählten sind eine vielfältige Gruppe: Ein knappes Drittel der Schüler ist in Deutschland geboren, unter den 16 anderen Geburtsländern sind Syrien, Ukraine, Afghanistan, Irak, Türkei und Pakistan und außerdem neben Uganda, Bosnien-Herzegowina und dem Iran unter anderem auch Serbien, Saudi-Arabien und die Philippinen zu finden.

Die Altersspanne reicht von 13 bis 21 Jahre, über die Hälfte sind zwischen 16 und 17 Jahre alt. 37 der Geförderten waren zum Bewerbungszeitpunkt bereits auf einer Schule, die zum Abitur oder zur FH-Reife führt, ein knappes Drittel besuchte zum Bewerbungszeitpunkt die Klasse 10.

Sieben Prozent ohne Migrationshintergrund

Vier Schüler und damit sieben Prozent haben keinen Migrationshintergrund – 30 Prozent der Stipendiaten sind dagegen erst innerhalb der letzten vier Jahre nach Deutschland zugewandert. Die Förderung hat am 1. September 2023 begonnen und beinhaltet einen monatlichen Zuschuss, persönliche Beratung sowie Stipendiatentreffen, Seminare und weitere Bildungsangebote. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, bei Bedarf Nachhilfe in den Hauptfächern, Zuschüsse für Klassenfahrten und außerschulischem Engagement zu beantragen.

Drei Stipendiaten kommen aus Weingarten

Qanita Malahat, Lorenz Springmann und Medina Qullumi erhalten seit September ein Stipendium im Rahmen des Programms. Sie sind drei der 56 Talente, die von der Baden-Württemberg Stiftung und der Josef Wund Stiftung gefördert werden. Sie alle zeichnen sich durch großes Engagement oder bereits erhaltene Auszeichnungen aus. Alle drei sind vielseitig interessiert und haben klare berufliche Ziele vor Augen:

  • Qanita Malahat ist 19 Jahre alt und kommt ursprünglich aus Pakistan. Sie ist seit 2020 in Deutschland und engagierte sich bereits in verschiedenen Bereichen: Als Assistentin und Group Leaderin in der Gemeinde, durch Unterstützung beim Deutschlernen oder als Guide bei einer Ausstellung gegen Diskriminierung von Muslimen. Später möchte sie Medizin oder Psychologie studieren.
Qanita Malahat aus Weingarten.
Qanita Malahat aus Weingarten. (Bildquelle: Baden-Württemberg Stiftung gGmbH)
  • Lorenz Springmann ist 21 Jahre alt und wurde in Deutschland geboren. Neben dem Theater- und Tischtennisspielen interessiert sich das junge Talent für Gerechtigkeit und Politik. Letzteres möchte er in Zukunft auch beruflich ausüben. Als Klassensprecher setzt er sich unter anderem für einen „Panik-Raum“ in der Schule ein.
Lorenz Springmann aus Weingarten.
Lorenz Springmann aus Weingarten. (Bildquelle: Baden-Württemberg Stiftung gGmbH)
  • Die 17-Jährige Medina Qullumi wurde ebenfalls in Deutschland geboren, ihre Eltern stammen jedoch aus dem Kosovo. Neben tiefgründigeren Interessen wie Psychologie, Philosophie, Kunst und Politik geht sie auch im Sport auf. In ihrer Freizeit spielt sie leidenschaftlich Fußball. Später möchte sie neben dem Medizinstudium als Fußballtrainerin mitwirken. Neben der Hausaufgabenbetreuung engagiert sie sich als Nachhilfelehrerin und Schulsanitäterin.
Medina Qullumi aus Weingarten.
Medina Qullumi aus Weingarten. (Bildquelle: Baden-Württemberg Stiftung gGmbH)

(Quelle: BW Stiftung)