Zwischenbilanz 2026 Jugendgemeinderat Wangen startet mit vielen Ideen ins Jahr 2026

Jugendgemeinderat Wangen startet mit vielen Ideen ins Jahr 2026
Der Jugendgemeinderat am Jahresbeginn 2026. Beim Fototermin nicht dabei sein konnten Carlotta Bernhard, Timo Fischer und Khadija Houro. Jugendreferent Sven Pahl, Zweiter von links, unterstützt die Jugendlichen bei ihrer Arbeit. (Foto: Stadt Wangen / sum)

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Zwischenbilanz zeigt: Engagement, Kreativität und politischer Wille prägen die Arbeit

Rund acht Monate ist der aktuelle Jugendgemeinderat (JGR) im Amt – und hat in dieser Zeit bereits spürbar Akzente gesetzt. Das wurde bei der Zwischenbilanz in der ersten Sitzung des Jahres 2026 deutlich. Das Gremium mit Luzius Hölzel und Moritz Knapp als Vorsitzenden beschäftigte sich mit Sport-Events, Partys und internationalen Jugendbegegnungen, setzte aber auch nachhaltige Projekte um. Von „Fast Fashion“ bis Graffiti-Workshop: Die Bandbreite ist groß – und 2026 soll es genauso engagiert weitergehen.

Starker Zusammenhalt als Grundlage für erfolgreiche Projekte

Warum der Jugendgemeinderat so aktiv ist, brachte der zweite Vorsitzende Moritz Knapp in einer Präsentation auf den Punkt: Die Jugendlichen pflegen eine starke Gemeinschaft, arbeiten zielorientiert und wollen nachhaltig etwas bewegen. Gegenseitiges Vertrauen, klare Aufgabenverteilung und die Fähigkeit, Projekte eigenständig zu steuern, gehören ebenso dazu wie eine aktive Öffentlichkeitsarbeit. Über ihren Instagram-Kanal hält der JGR die Wangener Jugend regelmäßig auf dem Laufenden – der Zuspruch ist entsprechend hoch.

Skateplatz als Herzstück der aktuellen Planungen

Ein zentrales Projekt, mit dem sich der Jugendgemeinderat bereits seit längerer Zeit befasst, ist die Sanierung beziehungsweise Neuanlage des Skateplatzes beim Jugendhaus. Der rund 25 Jahre alte Platz ist ein beliebter Treffpunkt für Skater, Roller- und Radfahrer, inzwischen jedoch deutlich in die Jahre gekommen.

Fachbereichsleiter Tiefbau Martin Jörg stellte in der Sitzung die Ergebnisse aus zwei Workshops vor, an denen sowohl Nutzergruppen als auch Fachplaner beteiligt waren. Geplant ist eine barrierearme Anlage zwischen Jugendhaus und Pumptrack mit unterschiedlichen Fahrwegen und Rundkursen für Anfänger wie Fortgeschrittene. Die Kosten werden auf rund 1,25 Millionen Euro geschätzt. Die Stadt Wangen hofft auf eine 75-prozentige Förderung aus dem Bundesprogramm zur Sanierung städtischer Sportstätten. Der Jugendgemeinderat empfahl dem Gemeinderat einstimmig, der Planung in der Sitzung am 2. Februar 2026 zuzustimmen. Bei einem positiven Beschluss könnte der Baubeginn im Herbst 2026 erfolgen, mit Fertigstellung im Frühjahr 2027.

Internationale Begegnungen prägen die Jugendarbeit

Zu den Höhepunkten des vergangenen Jahres zählte für viele Jugendliche der Austausch mit Gleichaltrigen aus Prato. Beim Kinderfest wurden die Gäste aus der Toskana mit der deutschen Kultur vertraut gemacht, wie augenzwinkernd berichtet wurde. Im Oktober folgte der Gegenbesuch in Italien, inklusive Schulbesuchen, Workshops und einem Ausflug in die nahegelegene Kulturmetropole Florenz.

„Wir sind sehr dankbar, dass Oberbürgermeister Michael Lang diese Ausfahrt mit uns gemacht hat“, sagte JGR-Mitglied Hannes Hölzel. Da Prato als Zentrum der italienischen Modeindustrie gilt, rückte das Thema „Fast Fashion“ in den Fokus. Dieses soll 2026 im Rahmen eines EU-Programms (CERV) weiter vertieft werden – erneut gemeinsam mit Jugendlichen aus Ebensee in Österreich und Prato.

Kreative und nachhaltige Projekte vor Ort

Auch lokale Projekte mit nachhaltigem Ansatz standen auf dem Programm. Beim Sprayer-Workshop unterhalb des Buchs wurde an zwei Tagen eine Mauer neu gestaltet. Während die Fläche grundiert wurde, entwickelte Moses Keller gemeinsam mit Kindern bis zehn Jahren Motive, die anschließend selbst an die Wand gesprayt wurden.

Hoher Zuspruch bei Veranstaltungen für Jugendliche

Zu den aufmerksamkeitsstärksten Aktionen gehörte die Weihnachtsparty im Jugendhaus an der Leutkircher Straße. Sie war bestens besucht und zeitweise „rappelvoll“, wie Vorsitzender Luzius Hölzel berichtete. Bereits in der Woche zuvor war der Jugendgemeinderat landesweit im SWR-Fernsehen bei „Zur Sache Baden-Württemberg“ vertreten.

Der wetterbedingt abgesagte Volleyball-Tag „Beats.Beach-Party“ soll 2026 erneut im Sportpark angeboten werden. Er ist Teil eines umfangreichen Jahresprogramms, das der Jugendgemeinderat gemeinsam mit Sven Pahl, Leiter des Teams Jugendarbeit, umsetzen möchte.

Mehr politische Beteiligung und Engagement

Künftig will der Jugendgemeinderat häufiger bei Sitzungen des städtischen Gemeinderats präsent sein – erste Schritte unternahmen bereits die beiden Vorsitzenden. Darüber hinaus plant das Gremium, sich politisch stärker einzubringen. Dazu gehört ein Weiterbildungsseminar Anfang Februar mit der Landeszentrale für politische Bildung und Oberbürgermeister Michael Lang.

Ein weiteres Ziel: Jugendliche zum Wählen zu motivieren. Bei der Landtagswahl am Sonntag, 8. März 2026, dürfen erstmals auch 16-Jährige ihre Stimme abgeben. Ebenfalls an diesem Tag beteiligen sich Jugendgemeinderätinnen an der Vorbereitung des Frauenfrühstücks zum Internationalen Weltfrauentag. Bereits am 6. März 2026 wirken sie bei der Aktion „One Billion Rising“ auf dem Marktplatz mit. Weitere Termine, darunter eine politische Bildungsfahrt nach Berlin im Sommer, sind bereits geplant.

Engagement mit Augenmaß – und viel Freude

Was bedeutet dieses Engagement im Alltag? „Es gibt Tage, da sind es vielleicht 15 Minuten. Und dann gibt es Wochen, da sind wir zwei bis vier Stunden am Tag im Einsatz“, sagt Luzius Hölzel. Sorgen, dass Schule, Ausbildung oder Hobbys darunter leiden könnten, haben die Jugendlichen nicht. Im Gegenteil: Die Arbeit im Jugendgemeinderat macht sichtbar Spaß – und stärkt das Gemeinschaftsgefühl.

(Quelle: Stadt Wangen)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.
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